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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1836-07-01 · 7/8 (7.1836) · p. [Seite]

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
3 (1836)
Issue
7/8 (7.1836)
Date
1836-07-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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und er den Tod forderte für seine Seele. „Da sprach der Ewige: du hast Mitleid mit dem Kikaion, an dem du dich nicht mühtest, und den du nicht großgezogen, der in einer Mcht ward^ in einer Nacht verging — und ich soll nicht Mitleid haben mit Ninive, der großen Stadt, in der mehr denn hundert un> zwanzigtaustnd Menschen,/hie nicht zu unterscheiden wiffen Rechtes unl^ Linkes, und viel Gethier?" (K. 4, V. 19 u. 11.) DieS ist die große Erkenntniß, zu--der der Fromme gelanget, am Ende seines Lebens, bevor er Abschied nimmt vom "Schauplätze des StaubeS. Welch hohes, erhabene- Sinnbild! Ein Wunderbaum, der hiyaufsteigt in einem Tage, blühet, seine Zweige beschattend und zur Freude ausbreitet, und am andern Tage, von dem Wurme gestochen, sein Haupt sinken , seine Blätter verfalben läßt! Wie könnte treffender dargestellt werden die große. Alles erklärende. Alles aufhellendr Lehre, die aus dem Leben deS Sünders wie deS Frommen hervmHllzßt — A" Die Vergänglichkeit des Staubes! Wer Mensch entsteht, der Mensch lebt, der Mensch stirbt, ohM sein eigene- Verdienst, ohne seinen Willen. Also dtS Schöpferist eS. Wozu aber hat er den Menschen werden taffen? daß er ewig auf der Erde weile? Nein! ein Sohn der Zeit, zwischen Tag und Nacht geboren, zwischen Tag und Nacht sterbend. Und weil der Mensch vergänglich sein sollte, darum muß alles Irdische vergänglich und veränderlich sein, darum darf nichts feststeKen auf dieser Erde, darum mußte er ein Staubgewand ümthun, und mit ihm alle Sündhaftigkeit und Leidenschaftlichkeit. Weil der Mensch vergänglich sein sollte, darum mußte dieses Leben nur ein BruchstüWPkn, dessen Vollendung der Welt der Ewigkeit aufbewahrt blieb, darum mußte dem Sünder Zeit zur Buße, dem Frommen Zeit zur Entwickelung und Vervollkommnung bleiben, darum mußte nicht Straff nicht Lohn abgetragensondern ungleich vrrtheilt werden: Weil der Mensch vergäng- - > " - ' ' -- ' . » ^»

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