Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 7/8 (7.1836)
- Date
- 1836-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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209 gesündigtdaS, m, Fr.,^WWkgnn selbst der Allerbarmer nicht vergeben, eS ist ein gehiitigteS Amecht de- Beleidigten, deS Verfolgten, des Beschädigten, die Verzeihung aüein ertheilen zu können — darum kann der Ällv'ersthner selbst eS. nicht versöhnen, bevor wir nicht jenem ersetzt, jenen entschädigt, jenen versöhnt, oder eS wenigstenauvol-' lem Herzen und mir Dollen Händen zu vollführen gesucht. O, meine Bzüder und Schwestern, wie viel Unrecht können wir aber nimmer ersetzen! Der Und die sind schon mik Erde bedeckt, und sie sind dahingegangen im Schmerz über unS darum eile, eile mit dem Lebenden! Und kannst du da- Wort zurückrufen, womit du dainnerste Herz verwundet? den Blick, mit dem du da- Auge deines Nächsten verletzt? kannst du die getödtete Ehre wieder her!stelten, die du mit giftigen Worten erdrückt? den untergrabenen Ruf, daS wankend gemachte Brot? Dxr Mensch Ist wohl Herr über daS Glück und Unglück seines Bruder-, Herr ist er über tausend Mittel, ihn zu erfreuen und zu kränken, aber der Pfeil, der von der Senne de- Bogenentsendet istselteN kannst du ihn wiederfinden und die Wtjnde heilen, die er geschlagen. Kannst du daverwundete Vaterherz wieder Keilen, entarteter Sohn? Kannst du d»aS gebrochene Mutterherz wieder aufrichtenungetreue Tochter? MV der verlassene Bruder, undxdle einsame Schwester? M versöhnen wären sie leicht^ aber wie zu ersetzen die Schmerzen ihrer Brust?» — und die zurückgewiesrtte Gattin, kannst du stillen die Thränen, die ihr Auge verblöden, die Thränen ihrer Liebe, die du verstoßen, die Thränen ihrer Treue, die du gebrochen?Und ist daSblo-Unrecht, waS wir thun? Es gibt auch Unrecht, indem «ir unterlaffen. Wem sich ein gute- Werk anbot, und ^dieses Werk zu thun war er im Stande, und diesegute Werk unterließ err der hat ein Unrecht -ethan, daer zu ersetzen, eigen Schaden zugefügt, den er zu entschädigen, einen AwiDalt gebracht, den er zu versöhnen hat. O, meine Brüder, laßt eS uns heute offen HHnnen r wie schwach sieht es noch mit unsrer Barmher-