Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 4 (4.1836)
- Date
- 1836-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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sprangen/ waren Hie Gruhenlichter, bie, außerdem daß sie leuchtetet, auch noch die faulen Dünste in Brand steckten, ohne daß sie die Bergknappen erstickten. So war die Luft dem folgenden Geschlechte gereinigt. -Die Jugend desselben zwar giiig ganz im Merthumr vorüber, aber im Jünglingsalter kam die Kunde des neuen Geisteseldortzdo zu Hnen, und beghrig nach der freien Aussicht sogen sie unzählige Kenntnisse (als Notizenw^sen) ein. Aber die Goldadern der klassischen Bildung, der geregelten Wissenschaft^- verblieben der gegenwärtigen Jugend, da die Väter die rechte Einsicht in die Nothwendigkeit solcher Erziehung erlangt hatten.^ Um so mehr^hätte ^iese Dankbarkeit gegen die Vordem zu hegen — aber da sie zu bessern und höhern Resultaten gelangt, so hält sie sich für bester und höher, und vergißt, daß der eigentliche Werth in der Entwickelung der Thatkraft liegt, worin sie jenen entschieden nachsteht. Dennoch stellt sich für die gegenwärtige J^end ein anderer Nachtheil heraus, ich meine besonderdiejenige, die sich dem-Dienste unserö Glaubens und dem Lehrerfache, widmft. Nämlich dir Bereinigung der klassischen Bildung hnd einer tüchtigen Kenntniß und des Studiumunsrer Theologie. Denn baS ist in den neuesten Zeiten wohl erkannt wor^en- Daßjene Oberflächlichkeit> die sich mit einer ziemlichen Kenntniß der heil. Schrift begnügt, für den jüdischen Theologen durchaus unpassend, ungenügend und wirkungslos ist, sondern daß ein tüchtige- Studium deS Talmud-, so wie e(ne ausgebreitete Kenntniß der rybbmischen Literatur WrchauS Nothweitdigkeit unb Sedürfniß LA. Hierin fehlt eS nun allerdings noch an genügenden Anstalten, oder selbst nur an einzelnen Lehrern, die von früherer Zeit an, ebenmäßig forti schreitend mit der Gymnasial- und UniversitätGLldung, die Jugend in da- Innere unsrer Theologie einweihen. Eine Methodik deS mosaisch-theologischen Studiums ist sehr wünschenSwerth, aber sie ivird erst nach Mehreren Erfahrungen ^ubd nach festerer Gestaltung unserreligiösen Wesenzu Stande kommen können.