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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1836-02-01 · 2 (2.1836) · p. [Seite]

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
3 (1836)
Issue
2 (2.1836)
Date
1836-02-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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4. Jerusalem. Aussehen von Jerusalem im Allgemeinen läßt sich ^nitWenigen LVorten schildern: Berge ohne Schatten, Tyäler ohne WaUr , Erde ohne Grün, Felsen ohne Schauerlichfeit und Großartigkeit; einige Felsblöcke von grauem Gestein, welche auS der zerbröckelten ^durchriffene» Erde hervorstehen, /4>on Zeit zu Zeit daneben ein Feigenbaum, eine Gazelle oder ein Schakal , der verstohlen aus den Spalten des Gesteinhervorschlüpft; einige LWeinstdcke, die auf der graulichen oder röthlichen Asche de- Bodens hinkriechen, hie und da/eine Gruppe von blassen Okivenbaümen, welche einen unbedeutenden Fleck vdn Schatten auf die schroffen SeitenwändL eine- HügelS werfen; an dem Horizont eine Terebinthe oder ein dunkler Johannisbrotbaum, der traurig und einsam aus dem Blau^des Himmels heraustritt; — dies M das Land; ein reiner tief klarer Himmel, in welchem niemals ein Wölkchen schwimmt oder sich mit dem Purpur des Abends^ Und de-Morgens färbt; auf der Seite von Arabien ein mächtiger Abgrund zwischen den dunkeln Gebirgen, die Blicke bis nach den Fluchen deS tobten Meere- und dem violetten Horizont der Geblrgskuppen des Moabiterlandeleitend; kein Windhauch, der in den Gipfeln oder den dürren Aeste» der Olivenbäume murmelte; /kein singender Vogpl, keine in der kahlen Furche zirpende / Grille: ein vollkommenes ewiges Stillschweigen in der Stadt, auf Wegen, auf der Flur. So war Jerusalem während der Tage, die wir unter seinen Mauern zubrachtep. Ich hörte dort Nichts, alS um unsere Zelte her das Wiehern meiner PferdewehHe von dex Sonnenhitze ungeduldig gemacht, mir ihren Füßen den Boden zu Staub scharrten^ und den meläncholischen Gesang der Muezzin, der von den Minarett» herab die Stunde rief, oder die gedehnten Wehrufe der türkischen Leidtragenden, welche in langen Zügen die Pestleichen auf die verschiedenen Kirchhöfe begleiteten, welche die Mauern umgeben. Jerusalem ist das Grab eines Volke-, aber ein Grab ohne Eypreffen, ohne

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