Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 1.1836
- Date
- 1836-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
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Ä Die Juden befanden sich bald in elftem blühenden Zustande. Im Jahre 1689 besaßen sie vierzig Pflanzungen und elfte große Anzahl Sklaven. Wie sie selbst sagen, zeigten fle sich immer als gute Bürger, und trugen oft mehr als ihren Antheil an den öffentlichen Lasten. Sie beklagten sich, häufig durch daS willkürliche Benehmen der Gouverneurs und die Eifersucht gewisser KAnisten gelitten zu haben. Ungeachtet dieser Unannehmlichkeiten und der Verachtung, mit welcher sie zuweiten behandelt wurden^ bereicherten sie sich, und ihre Anzahl wuchs schnell. 1760 besaßen sie an hundert Zuckerplantagen, und 1799 war die Kolonie zur höchsten Stufe ihres Gedeihens gelangt. Zu Paramaribo, der Hauptstadt deö Landes, befaßen die holländischen Calvinisten, Lutheraner und mährischen Brüder Kirchen und Kapellen Die deutschen und portugiesischen Juden auch ihre beiderseitigen Synagogen. Die Römisch-Katholischen waren lange voft dieser, allen andem Seetrft so liberal bewilligten Toleranz ausgeschlossen. Endlich erlaubte man ihnen im Jahre 1785 eine Kirche zu bauen , und alle Einwohner, sowohl Protestanten als Israeliten, schossen großmüthig zum Baue derselben zusammen. Nirgend ist die öffentliche Ruhe durch religiöse Streitigkeiten minder gestört, alö -zu Surinam. Die Bekenner d^r Religionen, die sich qim meisten gegenüber stehen, leben Ln der vollkommensten Einigkeit. Aber die Einwohner von SuAnam sind unaufhörlich den Einfällen und Plünderungen der Marroft'S oder Entlaufenen Neger auSgesetzt,, welche, in Haufen vereinigt, in unzugänglichen Wäldern leben, und dle gr<ausamffen Feinde der Kolonisten sind. Die jüdische Miliz bekämpfte sie, leistete so der Kolonie oft große Dienste. Die Israeliten bilden den dritten Theil der Bevölkerung. Unter den Anspielen von Deutschen bildeten sich zwei Vereine, in der Absicht, den -ffentsichen Unterricht zu vervollkommnen; der eine beschäftigt sich mit Naturwissenschaften, der andere mit Literatut und Philosophie. Sowohl Juden als Christen können als Mitglieder zugelaffen werden.