Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 10 (10.1885)
- Date
- 1885-10-01
- Page
- Seite 362 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/7166791-7167212-8877276--0823-7167671- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
-.5 . WM» 362 vollständige- Elgenthuw, daS uyS noch ganz gehört, deren Gebote und Verheißungen allesammt, auch für unS noch die reichhaltigsten Quellen sind, Belehrung,. Trost und Seligfeit daraiiS zu schöpfen, müssen wir sie betrachten! — End- Kch nicht bloS als etwas Vorübergehendes/ als eine Einrichtung, die im Zeitenlaufe sich wohl ändern öder gar aufhören Wird, dürfen wir unsre heilige Neligion ansehen, sondern als unser ewiges, unentreißbares Eigenthum müssen wir ihr anhHngen und unsre Kinder darin ergehen, daß auch sie nimmer davon weichen, und — trotz aller Versuchungen — als Israeliten in den Ruf einstimmen: „Mein Antheil fiel ins Liebliche, mein Elgenthum — meine angestammte Religion ist mir hold!" (Ps. K. 16, B. 6.) -,Du sollst die Früchte in einen Korb legen, damit an den Ort gehen^ den der Ewige drin^Gott erwählen wird, seinen Nomen daselbst wohnen zu lassen! fährt die heilige Urkunde fort! — Unsre alten Weisen in der Wsökns ^beschreiben sorgfältig die Ordnung, wie die Eistlingsfxüchteln das dazu bestimmte Geräth gelegt wurden; waren es Früchte verfchievener Gattung, so durften sie nicht vermischt untereinander geworfen werden,") denn Einheit sollte herrschen! Ein bedeutungsvoller Wink für unS, bei Uebung unsrer religiösen Pflichten! Welch' verschiedne, einander entgegen- - gesetzte Sinnesarten finden sich nicht unter unS ln Betreff ) der Religion!? Käs der Eine für heilig hält, verwikft/ der Andere! Manche glauben, um zur ewigen Seligkeit zu gelangen, müsse man recht viel Werkheiligkeit üben; Andere wähnen wieder, alle äußeren Ceremonien feien entbehrlich. — Manche dönken, wenn auch nur. eine geile der bestehenden GebetSforMeln weggelassen würde, treffe unschön Verdammnis Ander^möchteN wieder gern daS alte entwürdige Gebäude gäfiz Umstürzen und daS Älte mit dem