Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 8 (8.1835)
- Date
- 1835-08-01
- Page
- Seite 299 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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299 öder, blutroth, wie der Schmerz, geworden sind. Soll ich denn, Pflanze und Gärtner zugleich, mein eigene- Herz als einen Apfelkern oder PimMzrößling in die schwarze Eide, in den unbekannten Lust stecken, und da pflssgen und begießen,. und.M?! Pfähle recht- und linkbefestigen^ damit der innere Pftapzensaft der Empfindungen, der nicht einmal, wie seine Blätter, grün au- Hoffnung ist, mir recht gerade in das winzige Gipfelchen steige? Und. muß ich dann nicht auch die große Gärtnerschere zur Hand nehmen, und mein eigeneangeschwoüene- Herz beschneiden und rastren, damit es etwa eine Cedernpyramide werde, in det dse besten Gefühle, die Könige meines inner« Reiche-, w!e die egyptischen, schlafen, tödt, wenn auch nicht vermodert, sondern als bemalte Mumien? Nein! Ach erwiederter Der Mensch hat Blitzableiter erfunden, um die Schläge schwerer Gewitter, die sich in der dicken Luft über die Terebintenlaube unserer kleinen Erde herwälzen, von sich» abzulenken — und die Schenkel detödten Froschebewegt er durch Metall — und doch sollte er so arm, so unvermögend sein, daß er sich nicht einmal zum Selbstherrscher seiner klopfenden Brust promulgiren könnte, sondern erst andere Bettlerkönige seines Gleichen angehen müßte, um in davom grauen Leben erkaltete Herz einen schalen Wärmeleiter legen zu können, audem fremden in daeigene? — Di§ seine Hornhaut, die sich über die Pupille schlägt, trennt daweingeistige Innere vom quecksilbernen Außen — Schade, daß da- Auge nur hinter der Hornhaut liegt, um hinauszuschauen, und nicht ein solchevor derselben, um hineinzusehen in die beweglichen Proceffedegeistigen Sauer- und Stickstoffgast-. So ist die innere Welt nur ein blöde- Auge, da-, um die äußere zu beobachten, sich eineganzen BrillenapparatS (de^ sinnlichen Augen mi< ihren Häuten, Kapseln, Linsen) bedient, sich selbst aber unbewaffnet, und darum dunkel, erbliM- — Wenn ich einen Menschen sehe, der über ein Ach! keines Lebenverzweifelt, so sage ich ihm: Mensch! das Kind im erste« E- 21*