Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 7 (7.1835)
- Date
- 1835-07-01
- Page
- Seite 268 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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Nichtigkeit des Staubes das hohle Streben des irdischen Menschen herauszustellen. Die Darstellung der Gedanken ist stetgehaltvoll, und leidet durchaus nicht ün Seichtig- Wr, Gewöhnlichkeit und Dürre. Bisweilen bietet die Gedankenriihe den Reiz dei Neuheit, z. B. der Anfang der -weiten Predigt, wo die Kindheit und ihr Leben gegen daS Mannesalter in Schatten gestellt wird; doch ließe sich dabei bemerken, daß die wehmüthige Freude, mit der wir auf die Jahre der Kindheit zurückblicken,' nicht allein auS dem Verluste ihrer Freuden entspringt, sondern vielmehr guS dem Verluste der Kindlichen Unschuld, deS Gefühles der genügenden Ganzheit (Totalität), gegen welche das lückenhafte Wesen, das sich im Laufe deS Lebenam Menschen offenbart und fühlbar macht, so sehr absticht. — Der Ver- , fasset läßt eS auch in dieser Sammlung seiner Vorträge an Ausfällen gegen,daS „alte" Judenthum nicht fehlen. So gerecht auch^vi'ele Borwürfe sind, die er ihm macht, so können wir es unS nichb verhehlen, wie oft er hierbei Hüch über daS rechte Maß hinauSgeht,/ um so mehr, da dasselbe den „Neueren" nicht weniger Vorwürfe zu machen Gelegenheit undUrsache hat, und derdurchauSverwerflicheJndiffereAbiSmnS und die völlige HiNtenanseHung, nicht bloß der rabbinischen, sondern auch mvfaischen Gefetze, wie sie sich bei den „NeiFren" offen zeigen, dey Tadel tn'S Ungemeine und Bitterste zu. häufen vermag^ Wenn z. B. der Verfasser da, wo et S. 290 richtig sagt, daß unsre Religion von dem sogenannten Lödten des Fleisches durch Fasten und Kasteien eigentlich nichtwisse, bemerkt, daß >die mosaische Lehre Wr von Einem Fasttage, vom VersöhnungStage weiß, so ist WS zwar richtig, aber er Hätte nicht außer Äugen lassen sotten, daß eS sich alleedingS gezieme, daß Nachkämmen Tagen, wie dem der ZerstörungJerufalemS, wahrhafte Trauer, «iMen, und.Verschmähung sinnlicher schenken, da ja der Verlust unsrer Selbstständigkeit auf unser, der Juden, .Leben einwirkt, die Zeit nicht ist, wo, wie Sacharja