Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 7 (7.1835)
- Date
- 1835-07-01
- Page
- Seite 279 (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/7166791-7167212-8877246--0737-7167551- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
/ die erstö sein, woraus sie jn ihrem eignen Herzen die Huld und Liebe erkennen mußte«!, die sich auf eine so gnMge Weise an ihnen zu verherrlichen suchte. Vergesset nicht, Geliebte, woraAauch ihr dadurch noch jetzt hingewiesen werdey sottet: Dank, Liebe und Demuth soll eure Herzen zieren, uyd der Schmuck euer^, Wandels werden, daß ihr dem Gott gefallen wöget, der wie an treuer Vaterhand, durch sein Gesetz euch leitet. V Verehrte Whörer! Lasset mich nun noch eine besondere Anwendung machen, von dem, was ich so eben über diese dreifache Offenbarung GotteS zu euch gesprochen habe. Auf diese «dreifache Meise offeübarte Gott sich insbesondere auch unserm geliebten Mitbruder, der vor einigen Tagen durch den Tod auS unserer Mitte geschienen ist. Das erwärmende Feuer derReligipn, wie wohlthuend ward es für sein Herz, indem. Augenblick, wo sein Leib erkaltete, und durch sein Erkalten das Herannahen des Todes verkündigte! Das Licht der Religion,» welch einen erhekerndenStrahl der Hoffnung wckrfes hin auf seinen dunkeln TodeSpfad! Religion, dieser Quell deS sittlichen Leben-, diese Trösters im Leben und im Tode, o, wie hat sie ihn. aufgerichtet, als sein brechendes Auge hineinschaute in die öde, freudenleere Wüste, aus welcher er nun scheiden, und hkitüber gehen sollte in das Paradies des ewigen Leben-! Daher denn auch sein frommer, Gott ergebner Kind^ssinn, ml " welchem er in dem Augenblicke des ScheidenS sprechen könnt': „Hier bin ich!" als der Herr, wie einst seinem Nameisgenossen, so auch ihm zhrief: Abraham! Abraham» Dcher denn aber auch sein herrlicher Lohn schon hier im Steeoen, als das sonst so dllnkle und schreckenvölle Thal des TodeS, seinen Familiennamen fö schön bezeichnend, in ein Friedens- Thal sich verwandelte! O Geliebte! Möget auch ihr so leben, daß ihr einst sterbend ein solches Thal deü Friedens findet, Anün! — i