Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 5 (5.1835)
- Date
- 1835-05-01
- Page
- Seite 180 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/7166791-7167212-8877239--0636-7167430- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
So hat der Herr, geliebte Drükeb und Schwestern^ den Menschen auS den Pforten des Schlummerlandes MdaS Land des Lebens gerufen, so ruft er ihn unMMH Male zurück von den Pforten dB Todesdenen er Won nahe stand — oft haben dke Menschen schon die Hoffnung aufgegeben, oft pocht nuk noch Heise, leise der SKM des Herzens drinnen, dir Lsbenssiamme ist dem GrlMMn ^ahe^ die Glieder versagen den Dienst, der rauscht schon zu Häupten deS ErdenfohneS -^^^Wvet noch einmal der allmächtige Herr deDK^H^MHÄHauch in den Sterbenden, und Hche.i.'' w'KMäWEen,' sein Körper blühet noch einmT. friW,.zum'?1^enl muf> der Pitzerstab ist' iWk^noch-, erwandert.weiter in das' Leben hiliei^MDU^ dränget sich denn gar ernst die Frage auf: WgS ist dies? waS soll dies? Was hat eS mit diesem Leben für eineBewandniß? ein Geschlecht gehet-" ein Geschlecht kommt — warum und wozu kommen sie und gehen sie, die Geschlechter derAtenschen, die unzähligen Erdensöhne?. Sehet — in jeder Secunde, k wo wir hier stehen- und ernst und würdig an das Leben Denken, stirbt ein Mensch, und wird eine°k geboren. Un NM ."M siehe daS ist ein Haschen nach Wind, fürwahr! eS ist dunkel, meine Freunde. Und blicken wir nun in daS Leben selbst Hnern.: welche Verwirrung stellt sich uns dar. Die Änen streben und ringen yur ngch Erlangung irdischer Güter, die Vergrößerung des Vermögens ist ihr Ziel, die Andern wissen PichtS als die Befriedigung ihrer NahrWMbeLürfniffe, und die Sorgen um ihr Brod beschäftigen sie ganss und gar — ist dies der Zweck des Lebens? Viele bemühen sich allerdings, ihre Kenntniffe^zu vermehren, aber ihr Sinn ist dem Himmlischen ahMwandt, mit eiteln Dingen verbringen sie ihr ganzes Leben. Nun treten die Leidenschaften hinzu, und der Eigennutz, die'Ehrucht, die Mgierden kämpfen mit der Religion, mit der Psticht, und — siegen. Da wird denn unser Blick trübe und dunkel. WaS wolltest du, Schöpfer, mit deinen