Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 3 (3.1835)
- Date
- 1835-03-01
- Page
- Seite 124 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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wie ein aufgeregte- Meor ist sein Gemüth, Woge drängt auf Woge, bis er zufammensinkt und seufzt: Ich habe esverdient,ich wollte es so!-- , Also tzefchiehrt eS oft, m. Fr., öfters auch nicht. Nicht. selten freilich waDÄt der Sünder in seiner Verbindung MMährdtt^Wl^ die stunde seines Sterben-. Aber laßt chnS Nicht ungestüm von her Vorsehung sichtliche Fingerzeige fordern Hag für Tag, lasset euch vielmehr noch einmal an dieWörttKohelethSerinnern: Und wenn auch derSün- -er hundertmaiBbseS thut, und doch lange lebet, dennoch weißlich, Seligkeit ist deS Frommen LooS jze-wiß^ cheil er Gott fürchtet! Denn öffnet sich nicht hinte^Ei^EM Leben nun noch ein zweites, überirdisches 7 Einen Schleier zog zwar der Allweise vor dasselbe, daß unsere Äugen nicht hineinschauen können, aber die Stimme der Dssenbarung und die Stimme unserer innersten Seele rufen laut auS r WaSHienieden unvergoltett blieb, droben wird M zu Ende gerichtet! Der. Fromme findet seinen Ersatz, der Frevler, dyr, vom Herrn gelassen, seine Strafe drüben. Freunde, trösten wir unS doch jahrelang^mit einer Hoffnung in die Zukunft, hält eine schöne Erwartung unS doch aufrecht und erW mag daS Ziel auch fern sein : warum sollte dte seligste Hoffnung, die beglückendste Erwartung, die Aussicht in daS IenseitS unsere Brust verschlossen finden? — Meine Lieben, des ewigen Richters Gnade ist unbeschränkt, rvir wissen nicht wie weit sie reichet, und wie daher der Herr eden Frivlern im Jenseits ergehen läßt— aber daS Mffen wir, dort werden ihre Augen sich öffnen, § wie Schuppen fällt eü von ihnen herabi da wird dann vor ihnen stehen der unendliche Spiegel der Wahrheit , und der zeigt ihnen die Flecken und den Moder ihrer eignen Seelen; da wird, je tiefer daö Laster sie durchdrang, desto tiefer die Schneide der Wahrheit in sie hinein dringen, und die Thaten der werden zur unendlichen Wehklage ihrer Seele werden—bis der Herr einst spricht: CS ist genug, ihr seid nun reirU V , . ,