Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 2 (1835)
- Issue
- 1 (1.1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 38 (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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stenS Einzelne, ein^n Fortschritt in der Erkenntnsß der Gottheit machen, ist hiermit durchaus erwiesen. — In dem Stifter der christlichem Religion erkennt daher der Verfasser nur den Nachfolger MosiS, welcher die reine GotteLlehre aus dem Kreise der Israeliten auf die ganze Menschheit übertragen wollte, aber, so lauten seine Worte, „unglücklicherweise hatte in den Zeiten, ^wo die christliche Mligion durch ihre Ausbreitung sich als die Weltreligion zu erkennen gegeben haben konnte, sie sich durch ihre kirchlichen Dogmen und ihre Äeußerlichkeiten so entstellt, daß die erleuchteten Juden ein Verbrechen der Heuchelei hätten begehen müssen, um sich dieser Kirche anzuschließen."-- Zuletzt schließt der VersaßMhimt dxr Bemerkhng, „daß seit der Reformation kein irgend haltbarer Grund gegen die politische und bürgerliche Emancipation der Juden mehr vorhanden ist". Die Biographie MoseS MendelLsohn's, zu bekannt, um hier etwas daraus anzuführrn, ist vomchemselben Schriftsteller ln aufrichtiger Würdigung verfaßt. Nur die eine flüchtige Bemerkung wollen wir hier nicht unterdrücken, daß eö ein weit verbreiteter, auS völliger Unkenntniß deS IudenthumS entsprungener Jrrthum ist, als ob in unserer Religion die Lehre von der Unsterblichkeit unberücksichtigt geblieben sei. Denn wenn auch in unserem schriftlichen Gesetzbuche diese Lehre nicht weitläufig auSgeführt worden, so ist doch iw Talmud-kaum ein Blatt zu finden, wo ^)t von dem LebÄ im Jenseits die Rede wäre, und^ auf'daffelbe hingewiesen würde. Ferner erweist d^ die Unsterblichkeit läugnende Seele der Sadducäer, daß die entgegengesetzte Meinung lange vor der Zerstörung Jerusalems die eigentlichen Israeliten durchdrungen hatte. Endlich ist die MaubenSlehre an die Unsterblichkeit unter unseren Glaubensartikeln nach MaimonideS der dreizehnte, nach der Bearbeitung des Albo der dritte. Abraham Furtado, stammend auS einer portugiesischen Enußim-Familie, wurde in London 1755 geboren, nachdem die mit ihm schwangere Mutter ihren Gatten bei