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Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin · 1843-03-01 · 3 (3.1843) · p. Seite 87

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Journal
Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
Volume
1 (1834)
Issue
3 (3.1843)
Date
1843-03-01
Page
Seite 87 (sequence 23)
Language
German
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W! M vielmehr dieser Drayg zu erkennen, ist die Saat/ welche, wie beim Erwachen des Hrsthlings über die Furche gestreut wird; es bedarf aber mancherlei Umstände, daß diese Saat K auch aufsprieße, heeanwachse/ und zur Früchte tragenden Pflanze werde. Ein heitrer Himmel muß sich über sie wölben, eine laue Lust muß sie erfrischen, die fette Erde muß ihr .ihre Kraft verleihen, und Sonnenschein und Negech und Licht und Dunkel muß abwechselnd sie treffen. So auch mit dem Keim der Erkenntniß. Elend 'und Kümmerniß in der frühesten Jugend erdrücken ihn gar oft, Mangel an Unterricht läßt ihn unentwickelt. Wie viele hohe Geister, die unter) bessern Umständen hell geleuchtet hätten, mögen auf diese Weise nach dem uns dunkeln Rathschluffe der Vorsehung schon verloren gegangen sein. Wie ist es nun Pflicht des Menschenfreundes, und noch mehr, wie ist eS unmaßgab-, liche Pflicht der Eltern, dahin mit aller KraftMnd allem Vermögen zu wirken, daß in gedeihlichen Anstasten, unter der begünstigenden Hand tüchtiges Lehrer, dieser natürliche Keim der Erkenntniß entwickelt, gefördert nkrde in den Kindern jedes Standes und jedes Geschlechtes?^ Die Erkenntniß ist aber eine verschiedene, je nachdem sie die Natur, dir uns umgibt, uns selbst, die Menschen, oder das Wesen betrifft, das die Ursache und Quelle,alles Daseins und alles Schaltens ist, Gott! Diese letztere, die religiöse Erkenntniß, ist die höchste — die höchste, denn einerseits befaßt sie daS Höchste in der geistigen Welt des Menschen/ Und andrerseits ist sie die Grundlage unsech praktischen Thun^und Treibens, welches unsicher und zwecklos ist, wenn es eben der religiösen Grundlage ientbehrt. Die religiöse Erkenntniß, verehrte Anwesende,^ ist wie die duftende Blüthe einer Wanze — Wurzel, Ssamm, ZweigH Blätter sind nothwendige unentbehrliche Theile , aber hie Blüthe mWhxem Karhrnschmuck und Hrem süßen Dufte ist das Schönste an ihr- Ms, waS alle übrigen Theile erzielen, wchu sie da sind/ So ist ein religiöses Gemüth und ein religiöser GM die Blüthe: he- Meflschen, das -Schönste an ihm, das, was .alles Uebrige erziLlt, wozu alles LMM»«

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