Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 2 (2.1834)
- Date
- 1834-02-01
- Page
- Seite 37 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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bis hleher ttäf, der Frühling nicht länger blühen, wo er bis hieher um dich blühte. Wd soll uns dieser Ruf treffen, meine Frkunde, unvorbereitet, ungerüstet? Nein! Etwas müssen wir mitnehnE aus unsrer Helmath, was uns leite in der Verlassenheit- Etwas muß uns zum Pilgerstabe werden, wenn wir heimathlos werden, end der, der uns zuruft: ^Zieh hinweg aus deinem Vaö§rhause! wird er uns! nicht,einen Trost, eine Lehre mitgeben auf die Wanderschaft? I. . ' . V' Geh hinaus aus deinem Mutterschoßlet ergehet der Ruf an den Menschen, wenn er geboren wird, wenn er sich herauswindet an das Licht der Welt. Schwächlich, nackt, unbehülftich, unverständig lieget der Neugeborne da, die eisige Luft preßt ihm einen Weheres aus — ach, wäre seine Seele sich ihrer bewußt, auch sie würde einen Weheruf tönen lassen. Diese Seele, die innen verborgen ist, die innen noch schlummert, in welches Gewirre, Ln welches Gewebe ist sie hineingeschleudept. . Unbekannte -Dinge umgeben sie, unbekannte Bedürfnisse bedrängen sie, unbekannte Begierden schlafen in ihr, unbekannte Leidenschaften erwarten sie, unbekannte Stürme harren ihrer — wie werden sie dich, U11-. schuld, zerrejßen, wie werden sie Furchen und Wunden dit schlagen, daß du, wenn du einst zurückkehrst aus diesem Leben! einer zerfetzten Fahne gleichen wirst, die aus dem Kriege zurückkehrt! Und ziehe in das Land, das ich dir zeigen^ werde! Ja, in welches Land ziehet die neugeborne Seele «i»? ^rs'7 Die j,a„zj! Erbe lieget vor dir! ist die Antwort. lK. § 4, V. 9.) Aber weit ist.diese Erde,. und weit von her Erde der Himmel; weit ist es bis zur Lugend, doch nahe Las Lasters weic ist es bis zur Vollkommenheit, .doch vor der Lhüre ruhet die Sünde. Und so bist du hingegeben, See/e -es Neugebornen, . einer traurigen Wahl, einer zweifelhafte Aufgabez du bist . versetzt in ein unbekanntes Land, und da sollst du dich zu Xrecht finden^ und den rechten Pfäd nicht verfehlen; und dem