Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 1 (1834)
- Issue
- 1 (1.1834)
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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> § fürchte ihn! — — Und Lo senkte er in die staubige Hülle des Menschen eine lebendige Seele, und die stehet auch, wird aber nicht gesehen, denn im Geiste. Der Laut, meine Freunde, der aus unserm Munde fährt, ist er blaß Lust autz unsrer Brust gestoßen? Der Ton, der in unser Ohr dringt, ist er blaß Lust, die irgend woher kommt? Belebet nicht ein Sinn, ein Gedanke daS Wort, das gewechselt wird?/ und diesen Sinn, und diesen Gedanken fastet unsre Seele auf, und verstehst ihn. Und die Gegenstände, die wir erblicken, regen sie nicht auf in unserm Geiste eine Vorstellung, prägen sie nicht ein Bild in unser Gedächtniß ein? Und der^. Kummer, den du fühlest, und dir Unruhe, die dim ängstet, und die Sorge, die dich quälet — und die Freude, die in dir aufjauchzt, und die Lust, die dich erheitert/, und das Wohlgefühl, das dich erwärmt — und die Thräne, die aus deinem Auge stießet, Md das Lächeln,/daS deinen^ Mund zierst — und das Mitleid, das. dich schmerzet, und die Dankbarkeit, die dich veredelt — und das Gefühl, das .dich erhebt, und der. Gedqnke, der dich erhöht —"gehen sie aus von dem Staube, ^us dem dein Leib gewoben ist? gehen sie nicht aus von der Seele, die ba sieht, und nicht gesehen wird? O, so seid getrost, geliebte Menschen, eine lebendige Seele füllet aus die Hülle aus Staub, der zerfällt, und stehet in derselben, und fühlet, und. begreifet, und denket in derselben, wird aber nicht gesehen, denn im Geiste — und sie ist geschaffen nach dem Ebenbilde Gottes, der das Weltall erfüllt- Md Alles siehtaber nicht gesehen wird, denn im Geiste! Und es heißt drittens: N277 ssX N^72 ^72 NX fl N2PN Nv- ^72.NX wi« der Herr ernährt die ganze Welt, fo ernährt die Seele den ganzen Kökper. Und so lange er anfüllt, der Allfeheyde, der Unsichtbar^ das Weltall, und so lange skia lebendiger Odem wohnet in demselben, in allen Geschöpfen und Wesen, den größten und denkfeinsten — so lange geht kein Sandkorn zu Grunde Ly der unermeßlichen Fülle, kein Luftblaschenwird Nichts