Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 38. für das Schlujahr 1914-1915 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- Seite 11 (sequence 16)
- Language
- German
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schiedenartigen Heilwirkung (120 — 170), worauf ein Rezept־ buch, Antidotarium für alle erdenklichen Krankheiten folgt (170—240), und schließt mit einer paraphrasierenden Ubersetzung der Aphorismen (241—280) und der Prognostika des Hippokrates (281—291), mit Vorschriften über Uroskopie (292—293), über Symptome des Pulsschlages (294—295) und des Fiebers (296—298). Hierauf folgt eine Ermahnung, welche Asaf und Jochanan an die Schüler gerichtet und der Eid1), den sie ihnen abgenommen: ״Unterfanget Euch nicht, Jemanden durch Wurzelsäfte zu töten, verabreichet durch Ehebruch schwanger gewordenen Frauen keinen Abortus verursachenden Trank, Frauenschönheit errege in Euch keine Gelüste zum Ehebruch, verratet keine Euch anvertrauten Geheimnisse und seid um keinen wie immer gearteten Preis zu Schaden und Verderben zu haben. Verschließet Eure Herzen nicht vor Mitleid mit den Armen und Dürftigen, und saget nicht auf das Gute, es sei schlecht, oder auf das Schlechte, es sei gut; wandelt nicht auf den Wegen der Hexenmeister, die durch Beschwörung, Zauber und Hexerei zwischen Ehehälften Feindschaft erregen, und es gelüste Euch nach gar keinem Vermögen als Belohnung dafür, daß Ihr einer Schandtat Vorschub geleistet habet. Leistet keine Mit־ hilfe (gebrauchet beim Heilen keine) götzendienerischer Art und vertrauet auf die Götzen nicht, denn sie alle sind Nichts und nützen nicht, vielmehr sind ihre Diener zu verachten, tote Geister sind ihre Götzen, die den leblosen Bildern nicht helfen können, wie könnten sie lebenden Menschen Heil bringen. Vertrauet auf den Ewigen, den Gott der Wahrheit, Er tötet und belebt, Er schlägt und heilt, Er gibt dem Menschen Verstand, um zu helfen; Er schlägt in Recht und Gerechtigkeit, heilt aber in Liebe und Erbarmen, Er läßt die Heilpflanzen hervorsprießen und setzt ins vollkommene Herz die Fähigkeit, zu heilen, um dadurch Seine große Gnade und Seine Wunderwerke in großen Versammlungen zu verkünden, damit alle Lebenden erkennen, daß Er der Schöpfer ist und außer ג) Dükes teilt diesen Eid nach dem sehr defekten Oxforder Exemplar in MGWI. Bd. XVIIJ, p. 201 mit.