Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 39. für das Schlujahr 1915-1916 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 90)
- Language
- German
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5 Am 3. Mai 1916 begingen wir eine »Karpathen-Feier«, bei der Herr Prof. Armin Balogh in einer Festrede der Schuljugend die Bedeutung der Karpathen und der in diesen in den Jahren 1914—1915 durchgefochtenen Schlachten erläuterte und die Zöglinge zur Erfüllung der Pflichten aneiferte, welche die durch den \Yeltkrieg hervorgerufenen Verhältnisse ihnen als treuen Bürgern des Vaterlandes und Mitgliedern unserer Glaubensgemeinschaft auferlegen werden. Die Schüler der V. Klasse der unteren Abteilung haben am 10. Mai die schriftliche und am 14. Mai die mündliche Maturitätsprüfung aus den hebräischen Gegenständen abgelegt. Die schriftlichen Maturitätsprüfungen aus den Gymnasiallehrgegenständen fanden am 22., 23. und 24. Mai statt, die mündlichen am 4. Juni unter dem Vorsitze des von dem hohen Ministerium für Kultus und Unterricht mit der Vertretung des Herrn Studien-Oberdirektors betrauten Herrn Direktors Dr. Josef Bänöczi. Die Maturitätsprüfung hat 1 Schüler mit vorzüglichem, 2 mit gutem und 1 mit genügendem Erfolge abgelegt, 1 wurde auf zwei Monate reprobiert. Am 1. und 2. Juni fanden die Fundamental- und Vorprüfungen der 1.- und III.-jährigen Hörer statt. Das Professorenkollegium hat Herrn Dr. Moritz Mezei, Präsidenten der isr. Landes-Kanzlei anläßlich seines 80. Geburtstages beglückwünscht. Sein Beileid drückte es brieflich aus: dem New-Yorker Babbinerseminar anläßlich des Todes des Herrn Direktors Salomon Sehechter, dem Professorenkörper der israel. Landes-Lehrerpräprandie anläßlich des Hintrittes des Herrn Abraham Märki, Lehrers an der Übungsschule, der auf dem Schlachtfelde erkrankte und bald darauf verstarb. Bei dem Leichenbegängnisse vertrat Herr Dr. Heinrich Bloch die Anstalt. Telegraphisch kondolierten wir den Vorständen der isr. Beligionsgemeinde und der Chewra Kadischa in Kecskem6t gelegentlich des Heimganges ihres Oberrabbiners des Herrn Dr. Josef Bäräny. In dem Entschlafenen betrauert unsere Anstalt einen ihrer begabtesten Zöglinge. Das Professorenkollegium drückte korporativ dem Herrn