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Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest · 1916-01-01 · 39. für das Schlujahr 1915-1916 (1916) · p. Seite 71

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Journal
Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
Volume
39. für das Schlujahr 1915-1916 (1916)
Date
1916-01-01
Page
Seite 71 (sequence 16)
Language
German
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IRI
…/3122061-3122140--6058-6603419
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Asafs Physiologie. 71 roten Galle ist die Gallenblase unterhalb des Herzens, das des Phlegma ist in der Lunge, der schwarzen Galle ist die Milz und das des Blutes die Leber1) [p. 7]. Das Verhältnis dieser Elemente stelle man sich auf folgende Weise vor: durch die Luft lodert das Feuer in Flammen auf und die Bewegung der Luft regt auch das Wasser zu hohen Wellen an; das Wasser löscht das Feuer aus, aber mit der Erde vermengt sich das Wasser; die Erde unterdrückt das Feuer, aber durch die Luft wird die Erde zerstoben und zerstreut; das Feuer kann ohne Luft nicht brennen und es hat ohne Erde keine feste Unterlage; auch das Wasser hat ohne Erde keinen Halt und könnte sich ohne Luft nicht bewegen; aber auch die Erde könnte das viele Wasser ohne das Feuer, welches die Feuchtigkeit trocknet, nicht ertragen. So sind die vier Eiemente auf einander angewiesen, und wenn sie harmonisch Zusammenwirken, jedes in festgesetzten Grenzen das eigene Gebiet beherrscht, ist der Körper gesund, hingegen führt eine Störung des Gleichgewichts nach dem Maße der Störung verschiedene Krankheiten herbei [p. 34]. Und die Natur hat auch schon dafür gesorgt, daß in den einzelnen Körpergegenden je zwei Elemente von entgegengesetzter Wirkung einander im Gleichgewicht halten mögen. In dieser Beziehung besteht der Körper aus vier Hauptteilen: 1. der erste Teil ist der Kopf, wo der Sitz des Gehirns ist, welches einem König in seinem Palaste gleicht und über den ganzen Körper herrscht; die Kraft des Gehirns ist sehr warm, hingegen die des aus dem Gehirn in den Körper fließenden Phlegma ist sehr kalt; die trockene Wärme des Gehirns würde den Körper zugrunde richten, wenn die kalte Feuchtigkeit des Phlegma keine Gegenwirkung ausübte, während beide in rechtem Maße zusammenwirkend zum Wohle des Körpers dienen. 2. Der zweite Teil reicht vom Hals bis zum Nabel, l) Auch die 3 e Auffassung zeugt für das hohe Alter des Asaf-Buches, denn die Araber versetzen schoa den Sitz des Blutes ins Herz [Schahrastani, Religionspartsien und Philosophen schulen, Halle 1850. II p. 148], welche Ansicht durch Gerson ben Schelomoh [ספר שער השמים. ,Warschau 1875. p. 68 bj schon als Sondermeinung des Maimuni verzeichnet wurde : הדם מקורו בכבד ובספר הפרקים כתיב כי הלב הוא מקור הדם•

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