Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Journal
- Jahresbericht der Landes-Rabbinerschule in Budapest
- Volume
- 40. für das Schlujahr 1916-1917 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 67)
- Language
- German
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8 Die Zinsen für das Jahr 1916 ans der L. M. Hay’schen Stiftung wurden im Sinne der Testamentsverfügungen dem viertjährigen Hörer Dr. Ignaz Schreiber zugewiesen. Mit Befriedigung gedenken wir auch an dieser Stelle der segensreichen Tätigkeit der Mensa und sprechen allen Mitgliedern des Komitees unseren innigsten Dank aus. Weiland Ignaz Hay junior hinterließ dem Ez-Chajim- Verein testamentarisch den Betrag von 8000 Kronen mit der Bestimmung, daß die Zinsen davon jährlich an seinem Sterbetage zwei vorzüglichen Zöglingen unserer Anstalt als Stipendien ausgefolgt werden. Wir haben dieser Verfügung in dem abgelaufenen Schuljahre Genüge getan. Herr Ignaz Bauer in Budapest hat im Sinne der testamentarischen Verfügung seiner verstorbenen Schwester, der Frau Josef Eppinger geb. Emma Bauer zu Gunsten des Ez-Chajim-Vereines den Betrag von K 86250־ erlegt und ihn am 3. Januar 1917 auf K 2000״— als auf den Namen seiner Schwester lautende Stiftung erhöht, deren Jahreszinsen einem vorzüglichen Zögling unserer Anstalt als Stipendium zuzuweisen sind. Dem edelherzigen Stifter sprechen wir auch an dieser Stelle unseren innigsten Dank aus. Von den im abgelaufenen Schuljahre ausgeschriebenen Preisfragen wurde hloß eine beantwortet, und auch diese nur von einem Bewerber, worüber der Fachprofessor folgendes Urteil abgab: »Die auf die aus dem An ton Steinfel d’schen Fonde ausgeschriebene Preisfrage: »Darlegung der Rolle der jüdisehen Soldaten in den Heeren der Weltreiche des Altertums« unter dem Motto ה׳ איש מלחמה eingelaufene Preisarbeit gruppiert die auf uns gelangten Angaben über jüdische Soldaten im Altertum in vier Kapitel, von denen je ein Kapitel den ägyptischen, griechischen (Alexander, SeleukideD), römischen und neupersischen Heeren gewidmet ist, wobei über das gestellte Thema hinausgehend auch die kampfgewohnten arabischjüdischen Stämme zur Sprache kommen. Den breitesten Raum nimmt die Beschreibung der Schicksale der jüdischen Militärkolonie von Elephantine ein, über welche wir jetzt durch