Rechenschafts-Bericht
- Journal
- Rechenschafts-Bericht
- Volume
- Siebenzehnter Rechenschaftsbericht für das Jahr 1881 (1882)
- Date
- 1882-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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J. Vorwort. In unserm diesjälirigen Berichte dürfen wir uns darauf beschränken, mit freudiger Genugthuung das langsame aber stetige Wachstum unserer Vereinsbestrebungen zu bekunden. Wir waren in gewöhnter Weise bemüht, den an uns gestellten Anforderungen innerhalb der von unsern Statuten gegebenen Grenzen gerecht zu werden. Dagegen können wir es nicht verhehlen, dass wir zu unserm Bedauern mehrmals in die unangenehme Lage kamen, unberechtigte Ansprüche mit aller Entschiedenheit zurückweisen zu müssen. Wir verweisen bei dieser Gelegenheit ganz besonders auf den § 9 der Statuten, welcher klar und deutlich die Fälle bezeichnet, in welchen die Verwaltung zur Gewährung einer Unterstützung befugt ist. Was den Umfang unserer Leistungen betrifft, so beziffert sich die Summe der Jahresunterstützungen (Pensionen) auf M. 7424, welche unter 47 Petenten mit 64 Teilen zu M. 116 verteilt wurden, (s. S. 16), während aus dem Beservefond 12 Bittsteller mit M. 620 bedacht wurden. (S. S. 14.) Neunzehn alleinstehende Witwen, 4 Witwen mit je einem Kinde, 13 Witwen mit mehreren Kindern fanden in dem ihnen überwiesenen Anteil eine sehr erwünschte und notwendige Stütze; eine verwaiste Lehrerstochter erhielt die Mittel zu ihrer weiteren Ausbildung; 4 teils alleinstehende, teils verheiratete, durch Alter oder Krankheit dienstunfähige Lehrer, sowie 4 Lehrer mit zahlreicher Farnilie, die durch langes Leiden oder sonstige Gebrechen völlig erwerblos wurden, erfreuten sich der wirksamen Unterstützung unserer Vereinskasse. Ebenso wurde aus den Mitteln des Keservefonds in 12 ausserordentlichen Fällen einer augenblicklich drängenden Not nach Kräften abgeholfen. Uns erfüllt die hohe Befriedigung, manche bekümmerte Herzen getröstet und das harte Loos trauernder Witwen einigermassen gelindert zu haben.