Rechenschafts-Bericht
- Journal
- Rechenschafts-Bericht
- Volume
- Fünfundvierzigster Rechenschafts-Bericht für das Jahr 1909. (1910)
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/6485886-8150556--1569-6485790- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 5 — seinen Namen in die Liste unserer ewigen Mitglieder aufzunehmen. Wir besitzen gegenwärtig 1352 Ehrenmitglieder gegen 1335 im Vorjahre; drei lebenslängliche Ehrenmitglieder sind neu eingetreten: es sind dies die Herren Finanzrat Strupp in Meiningen, Herr Karl Josephthal hier, und Frau Lina Heyman in Berlin. Gerne erwähnen wir auch, dass wir eine Anzahl von Vorständen israelitischer Gemeinden im abgelaufenen Jahre als Ehrenmitglieder gewonnen haben: vor allen den Vorstand der hiesigen israelitischen Gemeinde, ferner die Vorstände der Synagogen-Gemeinden in Dresden, Darmstadt, Hildesheim, Giessen, Bingen, Schweinfurt und Hameln. Auch die Berliner jüdische Gemeinde gewährte uns für das abgelaufene Jahr einen Beitrag. Leider vermissen wir noch eine grosse Anzahl von ßeligions-Gemeinden und zwar solche, auf deren Beitritt wir am meisten glaubten rechnen zu dürfen, unter unseren Ehrenmitgliedern. Hoffen wir, dass auch diese bald nicht mehr abseits stehen werden und dass sie unsere edlen Ziele mehr würdigen wie seither! Auf die Gewinnung von Ehren-Mitgliedern ist die „Achawa" sehr angewiesen; nur wenn diese sich vermehren, können wir höhere Quoten verteilen. Die activen Mitglieder sollten daher in erster Linie darauf bedacht sein, Ehrenmitglieder heranzuziehen. Leider ist dies — von einigen löblichen Ausnahmen abgesehen — viel zu wenig der Fall. Im allgemeinen wirken unsere aktiven Mitglieder mehr für ihre Provinzial-Kässen wie für die „Achawa." Wir richten deshalb auch wieder an dieser Stelle unsere dringende Bitte an die betreffenden Herren, unsere Anstalt mehr im Auge zu behalten. In Mitteldeutschland sollte gewiss eine grössere Wirksamkeit entfaltet werden, da hier kein Provinzial-Verein besteht. Die Zahl der Pensionäre der „Achawa'< betrug im verflossenen Jahre 129 gegen 123 im Vorjahre. Es sind dies 11 alleinstehende, dienstunfähige Lehrer, 36 Lehrer mit grösserer oder kleinerer Familie, 71 alleinstehende Witwen, 9 Witwen mit unmündigen Kindern und 5 Waisen (als 2 Nummern aufgeführt). Der Reservefonds, den wir für besonders dringliche ünterstützungsfälle bereit halten, wurde 21 mal in Anspruch