Rechenschafts-Bericht
- Journal
- Rechenschafts-Bericht
- Volume
- Dreiunddreissigster Rechenschafts-Bericht für das Jahr 1897. (1898)
- Date
- 1898-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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I. Vorwort, Auch in dem verflossenen dreinnddreissigsten Jahre ihres Bestehens hat die „Achawa" eine umfassende gesegnete Thätigkeit entfaltet, und mit freudiger Genugthuung kann die Terwaltung den Mitgliedern und Gönnern des Vereins berichten, dass sie allen Anforderungen, soweit sie nach den Statuten begründet waren, genügen konnte. — Nicht ohne Sorge sahen wir dem Verlaufe des Jahres entgegen, denn die Conversion der deutschen 4% Staatspapiere, die den grössten Teil unseres Vermögens bilden, brachte uns einen bedeutenden Ausfall an Zinsen und liess uns befürchten, dass wir nicht nur die Erhöhung der Unterstützungsquote nicht aufrecht erhalten könnten, sondern sogar zu einer Herabsetzung der Pensionen" schreiten mussten. Wir können jedoch zu unserer Freude unsern Mitgliedern die Mitteilung machen, dass uns von hochherziger Seite im verflossenen Jahre diebedeutende Schenkung von Mk. 8000.— zugewiesen worden ist, für die wir dem edlen Geber unsern herzlichsten tiefgefühlten Dank aussprechen; nur durch diese r eiche Spende waren wir imstande, die Unterstützungen in gleicher Höhe wie im vorigen Jahre zu verteilen. Indessen müssen wir in Hinsicht darauf, dass solche grosse Schenkungen eine recht unsichere Einnahmequelle bilden, den activen Mitgliedern unseres Vereins wiederholt und dringend unsere schon so oft ausgesprochene Bitte ans Herz legen, auf Erhöhung der festen Einnahmequellen im eigenen Interesse bedacht zu sein und uns neue Ehrenmitglieder zu gewinnen. Während die Achawa den Segen ihrer Unterstützungen über alle Teile Deutschlands gleichmässig verbreitet, fliessen ihr die Einnahmen zum grossen Teile nur aus einzelnen Gegenden zu. Koch immer stellen die beiden Städte Frankfurt a. M. und München die meisten Ehrenmitglieder, während sehr viele israelitische Gemeinden, darunter grosse und blühende, uns vollständig teilnahmlos gegenüberstehen.