Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 2 (1916)
- Issue
- 6 (8.1916)
- Date
- 1916-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 Bei den zu versorgenden Kindern handelt es sich hauptsächlich um Vollwaisen, deren Lebenserhaltung und Erziehung in die Hände des K. W. F. gelegt ist, und die ohne dessen Hilfe der Verivahrlosung anheimfallen würden. Die Leitung des Asyls untersteht seinem Komitee von Damen aus angesehenen Familien der Gemeinde Kalisch,^ während die ^religiöse Auf-- sicht Herr Oberrabbiner Licbschütz freundlichst übernommen hat. Die Einrichtung des Asyls entspricht, besonders in gesundheitlicher Hinsicht, den notwendigen Anforderungen; insbesondere werden die Kinder, die zum Teil noch im zarten Alter sind, zu Sauberkeit und Ordnung erzogen. Die Ernährung ist den Zeitverhältnifsen entsprechend, doch wird daranf'^geachtct, daß die kleinen Insassen außer den beiden Hauptmahlzeiten Milch und Brot in ausreichender Menge erhalten. Die jährlichen Unterhaltungskosten für ein Kind betragen M. 400.— eine Summe, die nur durch die gemeinsame Verpflegung einer großen Kinderzahl so niedrig bemessen werden kann. Es ist vorgesehen, zwischen dem Spender und dem zu versorgenden Kind ein persönliches Band insofern zu schaffen, als von Zeit zu Zeit ein Bericht über das Ergehen des Kindes, seinen Gesundheitszustand, sein Verhalten im Asyl, und bei größeren die Fortschritte iin Unterricht seitens der Asylleitung erstattet würde: auch eine Photographie des betreffenden Waisenkindes stünde zur Verfügung des Spenders, sodaß ihm aus diese Weise auch die Züge seines Pflegekindes vertraut wären. Im Anschluß an vorstehende Ausführungen bitten wir alle unsere Freunde wiederholt und dringend: ״Spende! für den Krieg51irai5en!0nd5 der flgudas Asroel." Ihr alle, die göttliche Allgüte von den Schrecken und Leiden des Kieges verschont hat, lasset die kommenden Wochen, die uns den ״Iomim Hananroim" entgegenführen, nicht vorübergehen, ohne — jeder nach seinem Können — des Waisenfonds der Agudas Iisroel zu gedenken. Briefadresse: Büro des Kriegswaisenfonds der Agudas Iisroel Halberstadt. Zahlungen beliebe man an die Direktion der Diskonto- Gesellschaft, Berlin, ihre Filialen und Depositenkassen; in Hamburg an die Norddeutsche Bank in Hamburg; in Cöln an den A. Schaffhausen' scheu Bankverein A -G. oder auf das Postschekkonto des Kriegswaisenfonds: Hermann Schwab, Halberstadt, Postscheckkonto Berlin No. 22428 zu überweisen. Für den Inhalt verantwortlich: W. S- Jacobs»,!, Hamburg. Druck von Nathan Kaufmann», Frankfurt a. N!., Langestraße 31.