Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 1 (1915)
- Issue
- 3 (7.1915)
- Date
- 1915-07-01
- Page
- Seite 14 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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14 Aus unserer Bewegung. Da wir fürchteten, durch das Ausbleiben vieler Beiträge in Zahlungsschwierigkeiten zu gelangen, mußten wir uns an die Freunde unseres Bestrebens wenden, die uns so reichlich unterstützten, daß unser Unternehmen für die nächste Zeit sichergestellt ist. Am Montag, den 8. Juni, hielt Herr W. S. Jacobson uns einen Vortrag. Leider war der Anlaß dazu ein recht trauriger. Unser erster Vorsitzender, Herr Dr. S. Meyer, hat, nachdem er nur wenige Tage im Felde gestanden hatte, den Heldentod gefunden. Um seiner zu gedenken, versammelten wir uns. Im Anschluß an geistreiche Ausführungen über „das Abc des Judentums" widmete Herr Jacobson dem Gefallenen herzliche Worte der Erinnerung und gedachte in Dankbarkeit seiner eifrigen Tätigkeit für unsere Jugendgruppe. Im Anschluß daran sprachen Herr Dr. Lanzkron namens der A. I. Ortsgruppe und Herr Dr. Carl Cohn als Vertreter der V. I. A. Es wird unser Besteben sein, die Arbeit, die Herr Dr. Meyer begonnen hat, tatkräftig fortzusetzen. * * * Köln a. Nh. Mit den besten Aussichten für das kommende Jahr schloß unser Vorsitzender im Mai vorigen Jahres unsere Generalversammlung. Gar manches Neue hatten mir für das kommende Semester vor, manche alten Pläne sollten verwirklicht werden. Unser Lehrplan faßte 7 Nummern, und zwar: 6 Schiurim und 1 Damen- Vortrag. Von den Schiurim werden 2 von Herrn Rabb. Dr. Wolf vorgelernt, einer von Herrn Leo Munk und einer von Herrn Emanuel Wolf, während der Damen-Vortrag abwechselnd von verschiedenen jungen Herren abgehalten wurde. Des weiteren sah unser Programm regelmäßige Wanderungen und Ausflüge vor, und schließlich sollte auch unser Turnen wieder regelmäßig weitergeführt werden. Es wurden auch gleich zu Anfang des Semesters einige Ausflüge gemacht. Des weiteren wurde am 20. Mai nach langen, schwierigen Verhandlungen eine Iungmannschaft gegründet, die den Zweck verfolgt, junge Leute, die in religiöser Hinsicht aus unserem Milieu stammen, schon von ihrer Barmizwo ab, an unseren Verein zu fesseln. Diese Iungmannschaft fand sogleich großen Anklang und hat im Laufe des ganzen vorigen und diesen Jahres viele Ausflüge und Wanderungen unternommen. Ein zweites wichtiges Ereignis bildete unser Anschluß an die Agudas Jisroel Jugendorganisation, der von unserer außerordentlichen