Blätter
- Journal
- Blätter
- Volume
- 4 (1918)
- Issue
- 10/11 (Oktober-November 1918)
- Date
- 1918-10-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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- is - Aus unserer Bewegung. Naturgemäß konnte seit dem letzten Bericht die Arbeit in unseren Gruppen eine nicht so intensive sein. Wir waren durch die vielen Feiertage selbstverständlich in unserer Tätigkeit gehemmt und die schreckliche Grippeepidemie störte unsere Arbeit ganz empfindlich. Trotzdem waren auch die letzten Wochen von tätiger Wirksamkeit erfüllt, und wir haben trotz der großen Schwierigkeiten wieder einige neue Erfolge zu verzeichne». Im Mcssingwerk bei Ebcrswalde ist nun auch eine Gruppe gegründet worden, i» der bereits bei ganz netter Beteiligung einige Schiurim gelernt werden. In München gab unser Herr Cohen einen Bericht über Würzburg, woran sich die Gründung einer Esra- Gruppe anschloß. Ebenso wurde in Brückenau nach dem Vortrag unseres Herrn Seckbach ein Esra gegründet. In dieser Nummer finden Sie weiter Berichte aus Heilbronn, aus Scheveningen und ans Cöln, die alle drei Zeugnis oblegen von der Akbeit, die überall mit so viel Begeisterung und soviel Erfolg nach dem Bundestag ausgenommen wurde. Wir wollen und müssen selbstverständlich weiter versuchen,, trotz der schweren Zeit, in der wir leben, für die Ausbreitung und Verbreitung unserer Ideale tätig zu sein. Wir können das aber selbstverständlich nur, wenn wir von allen Seiten weitgehendste U n t e r st ü tz u n g gewährt bekommen, wenn uns unsere Gruppen materiell helfen, und wenn unsere Eltern für uns sorgen. Heute kostet die Organisationsarbcit enorm viel Geld und, um es auch an dieser Stelle nochmals zu wiederholen, die Mitglieder einer Jugendorganisation sind niemals in der Lage, ihre Bewegung selbst auf eine finanziell lebensfähige Grundlage zu stellen. Wir haben immer mit materiell unselbständigen Mitgliedern zu rechnen, sind also stets ans die tatkräftige Unterstützung von seiten der Ellern angewiesen. Darum ergeht auch von hier aus nochmals die Bitte an alle diejenigen, denen unsere Arbeit am Herzen liegt, die noch Interesse haben für die Ausbreitung des gesetzestreuen Judentums, uns zu unterstützen und unsere Arbeit durch einmalige Spenden oder aber, was uns natürlich viel lieber ist, durch Jahresbeiträge zu fördern. Unser letztes Rundschreiben sprach von Vortragstourneen, die wir organisieren wollen, und die wir dadurch möglichst billig zu machen gedenken, daß wir die Redner alle die an ihrer Reiseroute gelegenen Gruppen besuchen lassen, wodurch die Kosten für den einzelnen Verein auf ein Minimum herabgedrückt werden. Wir hoffen, daß alle unsere Gruppen uns möglichst bald endgültigen Bescheid geben, damit wir mit der Organisierung dieser Reisen nicht mehr lange zu warten brauchen. Wichtig ist selbstverständlich auch dieses Gebiet unserer Tätigkeit, denn in allen Vereinen wird man viel mehr an den Zusammenhang mit der ganzen Bewegung er-