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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 42. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 42.
Article
Beilage zu Nᵒ 42.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Während di« von rumänischen and russischen Jaden gegründeten Golonien du Olttok haben, wanne Annehmer and Unterstfitaung in finden, hat eich Niemand unserer Oolonia im Gering*ten angenommen. Und doch glaubten wir, noch eher eine Berechtigung *a haben, da wir alle ohne Ausnahme in Palästina geboren eind, die Spraohe and Sitten dee Landes kennen and mit dem Aokerbaa vertraut sind. Wir sind an du hiesige Klima gewöhnt und stehen mit unseren muhomedonisohen Nachbarn auf beetem Passe. - i Unsere Colonie besteht ans dreissig Familien, die Min Der sind noch jung. Wir wollen keine Geschenke,'sondern bitten nur am ein Anlehen, du wir im Verhältnisse unserer Kräfte und nach Mögliohkeit ratenweise »arüokbeuhlen wollen. Es ist die Bedingung bei ans, dass Niemand etwas von dar „Cholukah* nehmen darf, and wir haben du Nothwendigste verkauft, damit Jeder die Summe von 200 Francs snsammenbringen konnte. Um sn »eigen, dass es ans Emst ist mit diesem Unternehmen, wünschen wir durchaus nicht mit baarem Gelds antersttttst sn werden, sondern nur, dass eine erfahrene Person ans du mar Bestellung Unentbehrliche ankanfe, und wollen sogar du wenige Geld, du noch vorhanden, hierbei sar Verfügung stellen. Auf ein günstiges Resultat hoffend, Ihr ergebener Xj. Zalaermann Delegirter der Colonie TPTIiT N'3.» *«►-» Das Klima Palästina’«. - (Vortaetaung statt Sobluaa.) In einem gewöhnlichen Jahre verstreichen etwa 188 Tage vom ersten mV bis Ende des Wip1». In einem der in Besag auf die Regentage von ans verseiohneten Jahre (S. die später folgende „Tabelle L“) ist eines mit 126 and eines mit 221 Regentagen. Doch nicht fortwährend flieset während dieser Zeit der Regen herab, sondern manchmal swei bis drei, oder auch fünf bis sechs Tage hintereinander, denen dann einige liebliche Tage mit Sonnensohein and Wärme folgen, welche die angenehmsten im Jahre sind. Gewöhnlich regnet es etwa dreiandswansig Mal, d. h. in 23 Perioden in einem Jahre, manchmal auch dreissig, manchmal nur se ob sehn Mal. Durchschnittlich ist jede Periode von sieben bis acht Tagen; in der von uns entworfenen Tafel (8. die später folgende Tabelle II), welche 22 Jahre umfasst, findet sich eine Periode, in welcher der Regen an viersehn aufeinander folgenden Tagen herabströmte. In Jerusalem und an sonstigen hochgelegenen Punkten du Landes regnet es circa aweinndfünfsig Tage jährlich. In einem der sweiunds wansig von ans verseiohneten Jahre gab es einmal nur siebenanddreissig, ein anderes Mal einandsiebensig Regentage. Die Regenmenge, die in Palästina fällt, ist sehr bedeutend, nämlich jährlich durchschnittlich fünf - nndswnnsig 52301 (5330t „Fingerbreite14, etwa 2'/, (Zentimeter); manchmal fielen in einem Jahre schon dreiundviersig 5330t; einmal während der sweinndswansig Jahre fielen nur swölf 5330t. Sei bet im Küstenstrich, wo die Zahl der Regentage geringer ist als in Jerusalem, ist die Regenmenge in Folge stärkeren Regens doch dieselbe. Im Jordangebiete jedoch regnet es weniger; die vom Meere her kommenden Regenwolken sieben meist Über dieses Gebiet weg, am den grössten Theil ihres In hol tu iu östlich vom Jordan liegenden Ländern absngeben. Im nördlichen Palästina ist die Zahl der Regentage grösser als im südlichen; Beirat hat durchschnittlich dreinndseohsig Regentage jährlioh. Der meiste Regen wird durch den Wut- oder auch Südwestwind gebrecht. Oft wechselt der Wind während du Regens, wodurch derselbe auf hört; schlägt er aber nach Sttdwest am, so gilt diu als Zeichen, dass der Regen nicht sobald aufhört. Nur wenn die drei Regen, nämlich der 1TTV, der DV3 (der eigentliche Winterregen) und der mpSc in genügender Menge kommen, giebt der fruchtbare Boden reichlichen Ertrag; bringt einer dieser drei Regen nur eine spärliche Wauermen ge, oder bleibt er gar gans ans, oder halten die trockenen Tage awischen den Regenperioden sn lange an, so tritt Dürre, Theuerang oder gar Hangersnoth ein. So ist du Gedeihen du Landes an den Regen geknüpft.

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