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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1884-01-01 · 15. Jahrgang Nᵒ 23. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
15 (1884)
Issue
15. Jahrgang Nᵒ 23.
Article
Beilage zu Nᵒ 23.
Date
1884-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Der Verkehr In PnUktlna Im Jahre ft(l4£.*) Nerlebt de« Herrn Hel» M«rll, emerlkeni«uher Unnaul in Jaruaalsiu, enthalten in den Jahr* biluhern der ameribani«ohen Regierung. ln «1ie«em Lands hangt Alle« vom Hegau ab. Hegnet e« viel und reobteeitig, «u iet Allee billig und da« Jahr btt ein ge«eguete«j regnet e« aber wenig oder nioht reobteeitig, «o nimmt Tbeuerung überhand und die Bewohner verarmen. Dieeee Jahr kam der Regen reohtaeitig und in genügender Menge, und die Ernte war gut Deunooh waren die Lebensmittel um 25 Proaent geatiageu, weil wegen dee Kriege« in Egypten viel Weiaen au« Palästina geführt wurde. Aber auoh der Arbeitalobn «tieg in entapreohender Wei«e und ebenao der Werth der liegenden Qüler. Vieh wurde dieeee Jahr gar nioht ausgefübrt, denn die Regierung hatte jeden Viehexport während dee Kriege« unteraagt. Ohne dieeee Verbot könnten jetat viele Sohafe au« dem östliohen, jenseits dee Jordans liegenden Theile a’-«geführt werden. Denn diese« Land, welches ala öde und wüst gilt, hat Weideplätae für Tausende von Schatlieerden, die nach Egypten und den übrigen Grenaländern oder nach überseeischen Ländern verkauft werden. Die Einnahme für Zoll in dem Palästinensischen Bezirke allein beträgt dieses Jahr 100,000 türkische Lira. (Die Lira beträgt 25 Frank). Von diesem Gelde wurde ein Theil nach Konstantinopel, ein Theil nach Damaskus geschickt und das Uebrige im Bezirke selbst verwendet. Von den Fuhrwerken, die von Jerusalem nach Jaffa gehen, hat die Regierung dieses Jahr an Strassengeld 1750 Lira eingenommen, welches zum geringen Theil auf die Verbesserung der Wege verwendet worden ist; dieselben sind übrigens trotzdem in sehr schlechtem Zustande. Was besondere Beachtung verdient, ist, dass sich die Verhältnisse der Bewohner Jerusalems täglich bessern. Es werden viel neue Häuser gebaut und viele alte reparirt. Wer ein neues Haus bauen oder ein altes repariren will, muss die Erlaubnis« der Obrigkeit einholen. Während 7 Monate (von Nissan bis Tischri) hat dieselbe folgende Bewilligungen ertheilt: 1. Innerhalb deV Stadt: 13 Reparaturen, 15 Vergrösserungtn vorhandener Gebäude, 14 Neubauten. — 2. Ausserhalb der Stadt: 2 Reparaturen, 13 Erweiterungen, 51 Neubauten. ' Oft verbinden sich Leute, um, wie sie das nennen, ein gemeinschaftliches Gebäude anfzuführen, d. h. eine Mauer verbindet die Häuser, deren Dächer ununterbrochen sind. In diesem Falle genügt eine einzige Erlaubnis« für viele Häuser, und so sind in der That mehr als 65 Häuser in diesem Jahre gebaut worden. Zwei Drittel der Bewilligungen wurden von Juden eingeholt Allerdings sind viele dieser Häuser von dem Gelde ausländischer Juden gebaut worden, die ihre armen Glaubensgenossen »m heiligen Lande unterstützen, jedoch auch einige von hiesigen reichen handeltreibenden Juden. Im Allgemeinen ist diese Stadt in den letzten zehn Jahren sehr gewachsen. Ich sah Jerusalem zum ersten Male im Jahre 5620. In den Jahren 5635—37, als ich die jenseits des Jordans liegenden Bezirke zu erforschen hatte, kam ich öfters nach Jerusalem. Vor fünf Jahren Verliese ich diese Stadt; aber wie erstaunt war ich, als ich bei meiner Rückkehr sie so vergrössert fand, nämlich ausserhalb der Stadtmauer, wo ich kleine nette Häuschen, aber auoh grosse schöne Häuser antraf, sowie Obstbäume und Luxusbäume. Vor fünf Jahren waren diese Plätze noch kahle Felsen. Dies Wenige genügt um zu überzeugen, was sich Alles in diesem Lande bewerkstelligen liesse. — Dieses Jahr wurde in Folge des Krieges nicht viel Waare ausgeführt. Andererseits war auch die Einfuhr gering, da die Leute von Jerusalem und des ganzen Bezirks drei Monate lang fürchteten, der Krieg könne sich auch bis hierher fortpflanzen und ihr Ei,-;enthum gefährden. Der Werth der Einfuhr aus Amerika betrug 30,000 Dollars. Sela Meril, amerikanischer Consnl in Jerusalem. An. der “JTJf mW30„.

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