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Jüdisches Familienblatt · 1884-01-01 · 47 (1884) · p. Seite 188

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1884
Issue
47 (1884)
Date
1884-01-01
Page
Seite 188 (sequence 4)
Language
German
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188 — Ihr». Au« der in vor. Nr. erwähnten Montefiore- Ncde de» Robb. vr. Rothschild sei folgender, die Pflege des jüd. Geschichtsunterrichts warm befürwortende Pasiu« hier »och mitgecheilt? Scho» das Lind habe Jnteresie für Geschichte, und die Geschichte eine« jeden Bolkr« und einer ßeden Religion »erde gelehrt und gekannt, selbst von Juden; »ur die Geschichte des eigenen Volkes und der eigene» Reli- }ion kennen meisten« die Juden nicht. Und doch werde die leligion selbst in der Bibel an der Land der Geschichte gelehrt »nd di» Feie, der Festtage aus Geschichte gegründet. Indes, büre die Geschichte der Juden und des Judcnthum« mit der Bibel nicht auf. fir habe ihr, intrrestante Fortsetzung iu der Folgezeit bis auf unsere Loge. Daß unsere größten Männer so Vielen unbekannt seien, daraus erkläre sich zum Theil im heutigen Israel die Gleichgültigkeit gegen die Religion, deren Träger diese Männer seien. Man könne nicht werth achten Wa« «an nicht kenn». Vier große MLnnner zähle da« Judenthu» mtt de» Romen Mose«. Der eine, unser Lehrer in der Vorzeit, er wurde verfolgt, der zweite, Mose- Mai- »onides, Lehrer im Mittelalter, seine Schriften wurden v erhrannt. der dritte, Moses Mendelssohn, Lehrer der Neuzeit, Hessen Schriften wurden verpönt, der vierte, Moses Montefiore, in der Gegenwart, er ist von Allen hochgeachtet, von Juden »nd Richtjudeu, in nahen und fernm Ländern, von Hoch »nd Niedrig. «London. Der Bowl of Depnties gratulirte Sir Moses «gleich dazu, daß er KV Jahre Vorsitzender, die portugiesische meiude, daß er 80 Jahre ihr Mitglied und 70 Jahre ihr Vorsteher ist. V»ßk««d. Einig» Tausend Rubel hat der Verkauf her Montrßore-Bilder ringebracht. Deshalb wird der Vorschlag gemacht, da« Bild der Lady Judith in gleicher Weise vervielfältigen und zu Gunsten der Auswanderung verkaufen z» lasten. Montefiore-Zktznm. Jutereffant sind die Schilderttngru, der ckv« den verschiedenen Ländern überreichte» Album. DaS russisch-polnische zeigt znmeist hrbr. Adressen und Ge« dichte. Um da« Zustandekommen des italienischen hat sich der Oberrabbiner Ritter Flaminio Servi, Herausgeber de« .Vessillo", besonders verdient gemacht. Seinem Eifer ist r« ru danken, daß alle großen jüdischen Gemeinden und Anstalten Italien« (auch einige England« und AmerikaS's), sowie viele in der Poliiit, den Wistenschaftrn, Künsten, der Litteratur u. s. w. Hervorragende — Senatoren, Drputirte, Staatsmänner, Rabbiner u s. w. — Beiträge geliefert haben. Diese kostbare Autographensammlung in glänzender Umhüllung ist Sir Mose» überreicht und in einer kleinen Zahl von Exemplaren elegant gedruckt worden. Der Sprache nach fftch die meisten Stücke italienisch, einige hebräisch, wenige englisch oder franzsfisch, eine» griechisch. Start*- Der jüngst hier verstorbene (74 Jahr alt gewordene) Juwelier L. M.Rothschild verdient ei, in allen für Juden geschriebenen Zeitungen ehrenvoll genannt zu werden. Er war in Dänemark (bei RoeSkilde) geboren, hatte in London Ruf und Vermögen erlangt und war später hiehrr übrrgesiedelt. Wie er in London beerdigt werden soll, »nd chm doch hier eine Leichenfeier in der imposantesten Weise hereilel worden ist, so hat er auch während seine» Leben- Heiden Gemeinden angrhört. Er ist der Begründer der Bibliotheken de« IewS College und der Alliance (dieser soll er <>0,000 Frcs. Hinterlasten haben), hat für alle gemeinnützigen Zwecke immer Zeit und Geld gehabt und gehört zu den Stiftern der Anglo-Jewsth Association. — Der Monteporefeier hatte er noch beigewohnt. Ihn überlebt von seinen Linder» nur Frau Halfon. Oie». E« hett hier allseitig überrascht, daß Prof. B ewedict «ms Wien, der beim Universitätsjubilänm Oesterreich vertrat, rum Ehrenmitglied» der Universität ernannt und überall mit Ostentation geehrt worden ist, obschon er — Jude ist: «flQsj Kitttzfel - A»fgade«. ggt- Drei Kreis-Kiilhsel. I. Deutsches Uiittzsel. Bon I. «. in »lg. weit Kopf und Enß sin ich rin wr»»b«t — Ich bin'», wenn auch Kopf und ft»« abgeh». II. De»1fches Me»der8ttzsel. *on ff. in Si. Der Dichter mm« h kennen» Ihm brauch' ich'« nicht zu nenne»; Den Andern will ich saßen r «Wenn man da« Wort verdreht, Sofort an« alten Tagen <din Feldherr dran« entsteht. III. Hedrittsche» We»der8thsel. Bon S. Müller in Ihemar. ,ch habe ein hebräische« Wort gefunden, sch mochte noch so »iele Stunden -« »ormärt« oder rückwckrt» lesen, Ist immer ein Fehler da grwesen. Mbgen »« klügere Mensche» probire«, Und die Geduld dabet nicht verlieren; Ich wette r« geh» ihnen gewiß wie mir, V« ist und bleibt rin Kehler hier. <Znr «nflssnng der Vreiaräthsel sind As Tage Zeit gewährt.) > £ Dr«tsche« Ao«a«y«. Bon 6. in st. , Bist Du es. so mach! es Dir oft Schmerzen, Haft Du e«, grwinnt e» Dir die Herzen. Z»eisprach1ich»s Ho«o»s«. (»instldig.) Bon I. Eckmann in Siiendurg Erralbe schnell mir den Dichter, er lebte im vor'gen Jabrhundeii, Ein Stesse SIbrahams war'«, der gerade, wie er, auch hieb. (Sluslösung in nächster 9tr.) A»ßLs»«- der U8thsel i« Ur. 4«. I. de« Diagonalräthsel« von M. Lipschi« in Koni« W-dr O » i 8 8 8 Ch 8 l E I I A 0 D ■ N L 0 4> st I A 8 M I N T ,Da« in der ttusgabe da» eine 8 ein L sein mutzte, war au» der alphabetischen Reihenfolge leicht zu erkennen-. ~d 1 h T B II. de« hebr. Arithmogriph«: 1. 5N2 il. B. M. ». 2N7 (»ade) 3. -127 fl. B. M. « 52*1 (<■ B. M 31,8) 5. ->53 «Starr, 8. 27^ (Hunger. > Richtig« wnstäsnngen sandten ein» Leo Perl in Beutheu L.-Schl. ü». Schivaitz in Hattstadt i. Lliatz. (Die richtige Auslösung der Siäthsel in Sir. 45 war für Sir. 4t» jii ip« eingetrossen ) Isaak Metzger in Dambach. (Desgleichen.) -em« Philipp in Lüneburg. Wilhelm Lhrzelitzer in Leobschütz (-«dem nt richtiger als Sodom). Mehrere Zöglinge de» israelitischen Waisenknnc» iu üönigsbera O.-Pr. Sali Lohen in Ree« a. Sih. Helene Lian " Beuchen O.-Schl. Verantwortlicher Redaeteur 1>r. Rahmer, Magdeburg. Druck von D. L. W > , Magdeturg. Verlag von Sioder» Fries«, Leipzig.

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