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Israelitische Wochenschrift · 1890-08-21 · 34 (21.8.1890) · p. Seite 262

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
21 (1890)
Issue
34 (21.8.1890)
Date
1890-08-21
Page
Seite 262 (sequence 6)
Language
German
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kn MncL Ofarftntesfaprt« Am CRtanrf MrgAai hat, bnichA in Itagem «Me mb mttr Milch,Um, talmffnrtw MiMscher «Uttjai Ktrchemath Dr. » Wassermann. «B «qm zmei Barschläg« nr: Di« vndeffnmg W M•• fteriftcs nach d« *nf*tWn1nj«n W württemdng scher. Narmallehrplms »tn dteUmarbAmg W «Magd. Lesrtachs z»« Gebnmche für Israel, Schul«, beide Projekte kirim t» ihrer «,Sführ»«, ,r»ß« Schwierigkeit«. s« daß sie voch^ong« et» fr,«»er »mich ker tSrael. Lehrer bleiben »irb. Die Bersammlmg, kt« über kiese Frag« (taget »erhandelt«, beschloß ei« noch»altge Bitte a, kt« Ktatgl. $!*•((. Oberkirchenbchörde an Aütdnmg ker Wichtige, Lesednchfrage. Der zweite Geg«fta»d kn LageSerdwuig: ,Dir religikse Fortbildung deiT Israeli ten", »orübn ker Betet»«sekretär Schmal These» »erfaßt hatte, M»ßte, mo für de» dritte» Gegenstand «ch Zeit z» goaim«, auf das nächste Jahr zur vnhmdlmg «»schob«» »erden, nnd werden di« These« «rher de» Mttgiieder« vorxelegt werden. Die ,8«,« des Israel. Lehrer« und BorsäagerS i» Württemberg" war der wichtigste Gegenstand der Tagesordnung. Die Lnavlaffnng hinzu gab ein- Artikel i« .Beobachtn", wort» die mißliche» Verhältnisse besondn« der msttadige» Lehrn öffentlich besprochen wurden. Da« Gehatt für das vorstagnawt, wofür die Lehrer uur 80 Mk. nhaUe», soll dn große» Mühe, die es erfordert, ««»sprechend erhöht werde». Lt»e weiter« stlage erhebt stch übn das Wahlrecht dn Gemeiude« bet Besetzüug dn ReligtonSlehrerstelle«, wobei gewvhalich LuSltadn, die als Kantor«» Tüchtige« leisten, de« Vorzug vor den geprüfte» württem« bngische» Lehrern erhalten, die bei ihrn Borbneitu», auf da« Lehrerexameu in Württemberg weniger Zeit a»f ihre musikalisch« und gefaugllche AnSdÜduag verwenden kvuoen uud desondnS als »»ständige Lehrn gering kotirte Stelle» irr kleinere« Laudgemeiudeu bekleide». Die Umwandlung «anchn öffentliche» tSrael. LoufefftanSschuteu io msttadige vnwesertie» uud NeligiouSscholeu macht iS de» uofttadigeu Lehrern »»möglich, bald «in« defiuitive Anstellung zu nhalteu. Die Gemeinden behelfen stch mtt jüngnea Schuloenorsnn. statt di« Stelle» desiuiti» zu besetzen Um Abhilfe diesn mißlich« Zustände, sowie um Herwilliguug von Mellon׳ «rtungSkost« für kraule Lorstager beschließt di« Lersammlmg vei der König!. Israel. Obnkirchenbehörd« zu petitioniere u. A» die Lersammlmg schließt stch ei» gemeinsames Mahl i» Hotel Deggiuger au, md heut« »ahm« die iSrael. Lehrer an derPlenarversammiung des »Allgemein« Würtlrmbrrgschc» BolkSschullehrnoneinS" in Eßliug« theil, wobei Odnlehrn Stern den Glückwünsch« de« tSrael. LehrnvereinS zum ^Ojährigeu Jubiläum de« BolkSschullehrnoerei«- in schön« Wort« «arm« Ausdruck verlieh. A. St»11gart, 13. August. (Or. ׳ Cor.) Wie die .Allgemeine Zeitmg" berichtet, ist hier uuter dn Bezeichmug ,Drmfch'soziale Partei" eine antisemitisch« Organisation tuS Leben getreten, di« schon die ftatttiche Zahl vou 400 Personen umfaßt. Ein jmgn, aus Berlin dinhn gezogner Mam >oll dn Urhebn dn Grüudmg und zugleich dn vorltasn reS Dr. Böckel sei», welchn dies« Hnbst nach Württem- »erg, speziell »ach Stuttgart kommt, um die Organisation S festigen. Der »Schwöb. Mnkur", da« einflußreichiie latt msereS Landes, schreibt hinzu; »Diese Nachricht kann »irg«dS «ehr Ueberraschmig hcroorruf« als tu Stuttgart selbst. In ttn verschiedenste» politische» Kreis« weiß mau nicht« von kn gemeldet« Parteigründmg. Auch in dr» leitenden Kreis« dn konsnvattv« Partei ist von dn Gründung nun anttsemittsch« Partei, wie »ou unterrichteter Seite untgetheilt wird, »ichtS bekannt. A» die Orff«tlichtest ist die Partei, die sich gebildet habe» soll, nicht getreten.*) Sst sich nicht etwa uur dir d«tsche Partei, sondnn *) Die Gefahr ist trotzdem nicht zu mtterschtltzer., dies« Her«« i lütten jetzt allenchalben die Föde» erst im Geheim-7t uud trete« dann nil dem stut •coampli in die Oeffentlichkit. Die conjenxuiven und uuionaMberalen vlüttn verluschen die Me« Bordereiwngen solange die .Schmach" geboren ist. (bied.) auch kn mag daran» hnoorgrhm, dass bi« kentsch« (» Partei wie ker konfnoatioe Berei» bei de» letzt« Büegeb« anSschußwahlen einen Israelit« a»f de» Ztttel gromnm» Hab«." Auch di« ״Qftrtt. LandeSzeitmg", »elch« erfahre» hat, baß dn medGchr Agstmr Hier HttneSwegS urster Ans« schluß der OrffentltchkA geaedeitet hat, hält «S für-Am vumöglichkest, d« AnttsemsttSmnS »ach Württemberg z» Übntragr», da ,hierz»lanke di« Bedinanng« fehle», kt« anknSw« de» AnttsewitiSmuS ein« Schn» g»r Berechtig»»« haben." »Was unsnr tSrael. Mitbürgn i» k« Stäkt«, »amrMlich kr» größnra, kr trifft, s, Hab«, »Ir es hin durchschnittlich mtt Leut« zu thu», die ihr redlich Theil dazu betgettag« HA«, daß bet »uS Handel mk Wankel i» «rsrnttichn Weis« blüh« und gedeihe», und dt« t» dn Hauptsache auf das Prädikat .anständig" gewiß A»spr«ch erheb,« »ns«. Im übrig« |ti deto»t, daß gnade dt« v»rk»«m»iffr dn' Utzt« Zeit (»erschtedene Wuchern chrlstlichtr" Konfession p«»d« vor der Straskammn) den Beweis geliefert haben, daß S nicht immtr Juden sind, welche prosstabl« Geschälte mache» und a»S dn Nothlage ihrn Mii«rusche» Nutz«».,» zieh«», suche», »rhnlich lstg« die Berhällnisi« eusnrr Landsudr»: Sie treiben, mm sie nicht a» industriell« Untnoehmmg« brtheiligt sink, cnkwedn ei» offne« Geschäft «der eure» wenig umfangreichen Handel md find froh, wen» st« ihr Auskommen sind«. Oefferreiech-Uwgar». «. Ans Hlngar», 4. August. (Or.. Cor.) Diese» g«. schätzt« »lall« wurde bereits vo, mir mstaetheilt, daß bei dn Begründung de« mit dem katholischen StaatSgymuast«» i» Budapest vnbnud««» Juteruat« hinfichtlich des koufesst. onell« BnhältntffeS deäselbe» Schwierigkeit« war«, wckhe dn UnlenichtS-Minipn, Graf Lsäktz, dadurch betgrlrgt hatte, daß diese« katholisch« Institut« ei» stttnkoufesfiouelln «haraktn geged« wurde. — Nun abn nhebt die klerikale Partei et» förmliche» Krldgrschrei, baß ei» Kretmaurn zu» Direktor von unsnn Stegtrruug auSerseh« sei, als ob «eligton unk Humanität Gegensätze sei«, md da« Kretmaornthn» Ketzerei wäre. — Rm. unsne ltbnale Stegiermg wird sich -« rach«, und Herr Gröby, dn nnanut« Direktor, stch zu trösteu »tffen. Osnz. Bei der am 8. August hin abgrhaltra« Haupt- Versammlung de« deutsch« LaudrSlehmS-LnriaeS w«uche (gegenüber den Srklärmg« dn Bischöfe) estie «esolntioo. beanttagt. wrlchle auf den Grmdsäg« de« Schulgesetze« vn- .harrend, folgend« Kordermg stellt: .Den vedürfoiffrn dn ZA md dem Jntneffe des Staates entspreche mr die tntereonfessionrlle Schule. Demgemäß «A auf Grund des Staat,gruubgesetzes körn« uur Person« ohne Unterschied ker Confessio» als Lehrer a» öff«tlichro Schul« augestellt werden. Dn «eligiouSnsterricht ist durch Orgaue dn betreffend« Religions-Genossenschaft" zu erteil«. Dn Uninrtcht in dr» übrig« Gegrusttab« ist vo» dn Netigtou dn Schüler mabhäogtg, doch hat «L«S ansgeschloff« zu bleib«, was mtt der jeder Sonsessio» gebührend« Ach,mg nicht »neinbar wäre. Die Anfficht übn die Schule ist «inschlteßUch Sache des Staates." Diese Nesvlutio» wurde min lebhaft« Beisall äugen«mmeu. Rmtzla»-. -ie». 8. Aug»st. Soeben ist-au die hiefige städtische Lnwattmg die »achsteheud ihre» Wortlmtte »ach wieder» gegebene «erorduung di« Ministerium« de« Jmn» gerichtet word«: .Im Ministerium des Jmn» rst die Wahrnehmung gemacht ward«, daß di« Kiewer städü che Bnwtlltmg mährend »n letzt« Jahre Jude»,, die nicht znm KaufmannSsttad« erster Gilde gehörte», Patente erstn Gilde erthAt hat. Ein solche« Lersahr« dn Kiewn ftädttsch« Bermaltmg als den bestehend« Gesetzeabesttmmmgen znwtdnlanfend erachtend, «ach» dta-Miaistninm de« Jmn» , im Einvnständaiß mtt de« Ftnanzmtatfterinm ganz aus« drücklich gelten», daß in d« KaufmannSftaad nster Gilbe.

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