Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 21 (1890)
- Issue
- 32 (7.8.1890)
- Date
- 1890-08-07
- Page
- Seite 242 (sequence 2)
- Language
- German
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tüiifli Ctattes tagtai M» . . fttlcH Mm Me iqrtätc SS«ft(ca((^is. Sir Mt« Mrt«atf erwähu«, baß die Nachrichte» i» bcr .tl|. fW*»*»m«f«.״ «igebüch auf •tu* •m Er. fta*•«»« « •*•fietaSnr «t*k״ al« feilsch bcheichuet »tsks. Di« aMlgtbmbc •ttft ■rirt sich ata weht «r trefflich auf Me «dlesgnungskunst vrrstebeu. via» scheint sich jetzt i» Rußlaad, empfiudlich gemahnt durch da« schueidi^ •erhalt« da Bärse, auf« «bleupo» p, leg«; audere Blätter (wie die ,Franks. Zeit") mein«. »aß »ie «nsführnn, für de» Herbst diese« Jahre« bestiunut geeas«, »ud di« Sache uur durch Prioatdrirfe et»«« »or^eitig tu die Presse Gelaugt sei. Sir de« au* sei, e« ist die gewauueue Frist schleuuchft »» nütze», »« de» schurre» Schlag durch »eis«« Bor׳ geh«», durch geeignete Barftelluug« a» höchfta Stelle »am Haupte unserer Brüder i, Rußland adzuweude». Zum ««Herr» Berstüuduiß da Sachlage hat da ix Rußland vielg^eseu« ,Berliner BSrftn^Lonrirr^ i» setur Sau»׳ tagsunulmer eine» h »*bedeutsamen Leitartikel au« da scharfen Aeda seine« freiiuüthigeu Redakteur« gebracht. welcher da Sach« auf de» •rund geht; wir entnehme» demselben da« Nachfolgende: rast. Hi .Man hat, um eine lluöuohmegesetzgebuog gegen die Jude» in Rußland zu begründen, ganz besonder« Hervargehoben, »aß «nverhLltnißmäßig viel« Juden fich «uta den Nihilisten befände». Sir sehe» ganz davau ab. daß da« Sari .nrverhSltvißmäßigei» Sät ist, mit welche» »du in wahrhaftiga Seife nur schlecht »perirr» kamt. Sa« heißt .unverhältsißmäßig" - Sill »an die Berhältnißziffa da Msche« zur uichtjüdischeu Eiuwahuerzahl de« russische» Reiche» iu Betracht ziehen- Da« wäre nusinutz, da« wäa eine Fälschung. I« asiatische» Rußland giedt e« ab» gesehen va» de» Depertirtr» - Lalonicu, lei», Nihilisten. Mau dürfte also von eine« Berhättuiß da jüdische» zur ächtMische» Einwohuazahl »ud ihre« Bagleich zu de« Unitzeil da Jude» und da Nichtjudeu au nihilistischen vabreche» uur «uta da Einschränkung da betreffenden Ziffer» auf gauz bestimmte uud ziemlich engumgrenzte •«biete de» rsjfischen Reiche« spreche». Lba wir wolle» tat« auf solche Mtnntie» übahaupt nicht einlafse». Wir wollen einmal auuchme», daß selbst bei einer salche» Begreuzung imma »ach eine grdßea nihilistische Ouatr auf die russtsche« Judru ab» auf die russische» Nichtjudeu «utfiel», und wir wolle» dabei »icht einmal uratrru, daß bet da iarmerhin dach degrenzte» Zahl da NchUisteu jede Prapartio» va» dieser kteiue» Zahl auf die sehr groß, Zahl da russtsche» Einwahuerschaft nur irreführende so» »ach. E« »äa ada »tt da Statistik sehr übel bestellt, wen» sie bloß au eiuz«lue Trußerlichkeite» fich hielte «* nicht darnach trachtete, in da Sesen Lief« eiuzudriugeu. Im varliegeudeu Fall« ist die hanptsüchlichste Frage die: wodurch entsteht da Nihili«»u«? war dUdet di« Barbediuguuge» zu« Gedeihen de« Nihilism»«? Di« Feinde de« Judenthum« i» Rußland, welche übrigen« skm die •esimäingsgrnaffe» außerhalb «ußlaud« «nfiagtltig gewese» fiüd »ud ihraseit« »a» ihreu Sesiummg«. gruoffe» «ißahalb Rußland« Musta »ud Lchre augommme» habe», versichern, daß da strenggläubig« archaoax, Jude £t tüchl de» Wunsch habe, au« de« enge» »ud bemgeudeu etsehaamdzutrrteu, i» de» a durch »ittelalterliche sthmach- «olle Gesetz, gebauut sei; da strenggläubig enhodorr Jude «oll« gar keine •emrinschast mit da nichtsüdischeu Welt» a «alle nicht mit ihr esse« »icht mit ihr trink«, noch mit ihr bete», a »alle bla« seinem Gotte »ach seina Att dien« »ud sei vollständig «friede«, wen» «au ih» daiu »icht stäre. Dem athadoxe» Inden geschehe daha durch die that da Umuurtpatta» Har Sahlthat Übahaupt »icht mf[ keiuolet ravadmauäre« Peftaetzeu!« bHRchtist. da da talmubisch« •ruubsatz revgiäs, •rwuw hebe, geletz ist •efetzs* Da liberale Jude dangen, d. h^,da religid« llberalr, da nicht auf dem Slaudpuukt da Orißb^ doxie gMieben, da verlang« allerding« »ach Emaucipatjnui ada a habe zugleich di« Neignug, extame» Partei« sich anzuschtteßrn, will in diesem »alle sagen: de» Nihtliömu«, und um diesa setna geueingefährlichtu Neigung wWe» sei ihm die Emaucipatian «uta all« Umstände» zn eaesag«., Diese Dtalekiü ist nicht allzu witzig; aba « gi*t «de» witzlas« Prusorr» geuug, für welch« st« ausrricht, »ameulAch deshalb' autrricht. weil ihre Witzlofigkrtt vau eiaa uueiw». eestaudenrn Ibueigung geg» da« Judeuchnm deglettet ist»; E« stad da« Lest«, welch« auf de» Ttaadpuukt» de« Sesßug^ sch« Patriarch« steh«, »ach de» da Jude «ata alle» Umstäud« verbrannt wird. Ist er arthabaz, sa will a keine Emancipatian «ud fall st« drshalt «icht Hab«; ist «r ' nicht orthodox, so ist a gefährlich uud soll wiederum di« Emaueipatto» »icht hob«; de» «tue« wird fk voreuthall« um seina Orthodoxie, dem ander« um sei»«« Maugel« ml Orthodoxie willen., Jahrzehnte hindurch hat di« rnsstsche Regier»»« sich , bemüht, die jüdisch« Bevälkauug Rußland« »» »aaau#HL . daß sie ihn Lsttda an de» »ffentüch« Unterricht the«. nehmen lasse. Diese Bemühung« find afolgaich gewes«, Mau hat den jüdisch« Zdgltugru da russtsche» Schul« tu «usflcht gestellt, daß ste, indem st« fich die »an den Schul« .־. gedatene BUdnag auetgae«, zugleich Lawartschast ans ga» messe Rechte im Staate «ud auf Nustelluug gewduu«. M« hat ihn« auch thalsächlich Hirse Recht« gemährt, diese Rnstellung« gegeben. Da« ist plötzlich ander« ge» warben. Ganz »ach dem Stbcka'sch« Musta, welche« seina Zeit wagte, da preußtschen Regierung da« System da admtnlpratiaeu Bauaufäugaei auzurattz«, d. h. d« •rnndsatz anfznftelle«, ׳ daß eine gemiss« Bildung zwo» di« Mdglichkrit, aba »icht da« Lurecht auf eiue Au» stell»», grwäha, wurde tu Rußland verfahr«. Dach «tu, so niederträchtig verfuhr »au »icht. man erklärte vielmehr, daß wenigsten« i» Zakuust jüdisch« Zigtiagr zu «« Sehr» austalt« nicht üda eine gewisse Zahl, »uta Umstäud« üdah«vt »icht zugelaff« »ad« sollt«. I« vagloich zur Stöckerei »« dies »och ei« grüße Ehrlichkeit. LH« wa« sollte au« den Leute« wode», dü »ata gauz bestimmt« Baousfetzuogr» »ud Erwartung«, welche ihn« i» Aubetracht da Zuvalässtgkrit ftaUssettiga Basprechmi;»» al» eine •ewißheU erschi«ll«»arru.chr ganze« Leb« auf die •ruud«^ laze eiua grwiffen Bildung gestellt halt«- Bawbgi ihra Bitduug, die sie sich angeeigürt, waren fie schon durch ihr« Jahve za j*«m auka« Gewerbe verdarb«: vambge ihar Bildung war« sie zu gewiss« Lusprüch« grwähut warb«, und eb« ihn BÜduug »»Ws ihv« bet/ba Lasagung alla borchtig« Hossuhug« die vazwejsstmg ta’t■. Haz pflanz«, mußte ihr« Seist empfchGljch« mach« für jede Leha, welche vazweisefte »hat« predigte. Nicht daß ,oahältnißmäßt," viel rusflfche Aid« a» »ihllifttscheu Bo» dachen sich bäheüi^u, ist zu dewnuder«, sender» daß fa viele vau ihnen denselben fa« bleiben» ist eiu Bewei« aa» erstauulicha «aralischa Kraft. - •«ist selbstverständlich, daß «ll tu dem «rat» «sstfch« Reiche au auszeklärteu LSpf« nicht fehlt» welche die« dent» lich erkenn« «ud »elche mit aufrichtigem Schmaze srhtth daß e« gar so schwa ist, geg« elagavurgelt« Borurthelle antukämps«. Die Bertteler diesa Somrthetle stad e« gewesen, welch« gewagt Hab«, dem Zaa» »« Rach zu unterbreit«, daß selbst in denjenigen Provinz« de« russisch« «eiche«, t» de»« die Jab« vagleichöweise eia aträglichr« Dasein führt«, die spaistschen Juängesetz« vaschsirf» und ungänstiga gestattet würde», •ewissrulast Sprculautr» »ud