Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1889
- Issue
- 50 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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de» rtn—fttn „Kala" MnW ein .Sbaas*, an» der Battr de» Künste», Derschen, wandette sich nnch der Taufe in einen.Gregor". Rnden Nnbtnfieln hatte seinen frühe» Elaubeusgenofi« eine kleine Ehnagage gckant, nnd Kasan den jetzigen täte kleine lkirche, beide find an den eutgeg«. gesetzten Enden de« „Hof»" belehn nnd «auch' stiller Seufzer entrang fich der Brust de« verditschewer Inden, nenn er verbeiging an .Ruwiuzi'« Schul'" und gleich darauf an „Nuwiuzi's Kroster". denn er gedachte de« grasten Ua» glüctt. da« ihn, da« Israel beiraffen... Roman Rnbiustein soll, wie eine weitere Korrespondenz de« .Worchod" besagt, auch nach seinem Uebertritt lebhafte« Interesse für seine früheren Glaubensgenossen bewahrt Hab«; allein sei eS, daß die Juden ihn nach der Taufe mied«, sei es, daß er sich in Berditschrw nickt mehr behagte — genug, er siedelte kurze Zeit daranf nach Moskau über, trotz alledan und alledem ein gutrS And«k« unter d« Judm seiner v'terstadt zurücklassend. — Dem Jubilar wurde au seinem Lhwntagr u. S. auch eine Adresse de« „Vereins zur Verbreitung von Bildung unter den Jud« in Rußland" überreicht, da A. Rlangjähriges Mitglied dieses Verein« ist. Die Adreffe war luxuriös ousgestattrt und in sehr warmen Worten abgefastt. Rubinsteiu scheint demnach, gleich seine« Großvater, seine früher» Glanbensgeuofs« nicht verleugn« »n »ollen. ■1 A« L*8. Allerlei fiir de» A»«ilie«tisch. AnS de« Gerichtssaal. Eine laug« hagere Gestalt, die von einem speckig glänzenden Kaftan umschlottert wird, tritt au« der Gruppe der Häftlinge (in Breslau) vor. Pechschwarze« Kopfhaar, pechschwarzer Bart, ein etwa« indiskret heivortretende« Riechorgau und die über beide Echläfm heradhäugenden Riugellöckch« kennzeichn« d« Mann als ein« Epivßling de« schöam Galizien«. «Sie heißen?" rxaminirt der Gerichtsschreiber. „Napoleon Fisch," sagt dieser. Sein Alter giebt er mit dreiundvierzig Jahren an. „Religion?" Napoleon Fisch sieht den Bericht-schrriber zweifelnd an, bi« dieser ungeduldig wiederholt: „Sind Sir katholisch, evangelisch oder jüdisch?" Jetzt schüttelt Napoleon F scher bi« lockige Haupt, wirst dem Frager einen vernicht«den Blick zu und ruft zornig: „Seh' ich eppe« au» wie e Goj?" „Also jüdisch!" sagt der Gerichtsschreiber halblaut und macht seine Notiz. Jetzt beginnt der Vorsitzende: „Sie Hab« am 18. d. 3R. Üuf der Karlsstraße gebettelt?" ,Zch hob' wer nebbich nicht ander» zu helfm gewußt, Herr Oberpräsidenk," sagt Fisch, der »ermuthlich mit dieser Anrede eine besonder» günstige Wirkung zu erzielen HM. „Sie räum« e« also ein? Aber wozu brauch« Eie d«n zu betteln? Sir sind doch noch eia rüstiger, gesunder Mann!" „Unberufen!" erwidert Napoleon Fisch mit frmndlichem Lächeln. Auf eine «eitere Brrtheidiguag verzichtet er. „Der Angeklagte ist zweimal vorbestraft — ich beantrage fünf Tage Haft!" plaidnt der Amttanwalt. „Fünf Tage Haft!" verkündet der Borsitzmde. „Nor leb« soll ich und gesund sein!" sagt Napoleon Fisch rrsiguirr und verfügt sich zu seinen Schicksalsgenosse« in drn Hintergrund de« Saale« zurück. Für Blunstrüm-se. Zum Rachdeukeu für unsere heuttgru, sehr zahlreich» Schriflftelleriuum mag ein schönes und weutg bekanntes Wort der geistreich« Tochter de« bekannt« jüdisch« Popularphilosoph« Moses Mendelssohn, die d« Dichter Schlegel geheirattzet batte, dienen. St« »ahnt« damals in No« und bildete mit ihre» Gatt« d» Mittelpunkt der deutschen-^ Schöngeister, die d» Geist der Antike in de» gefriert»; Italien etuathm« wallt«. Einst «achte ihr einer dieser Herr» ein» Besuch und fand fie mit - häuslich» Arbeit» beschäftigt. Er gekiech vor Verwunderung ganz anster fich und rief au«: „Aber Madame, wie ist es möglich, da- Sie fich nett einer so prosaisch« Sache beschäftig« Rnn«, warn» schreib» Sie nicht?" Dt« geistreiche Frau Friedrich van Schlegels sah den Frager verwundert au, dann sagte fie r „Ich habe schon »st gehört, daß es zu viel Bücher in der Welt giebt. aber noch nie. daß es zu viel Hemd« giebt l" Ein probate« Recept. Arzt: Vas fehlt Ihn« denn, Herr Lohn, daß Sie mich so früh ruf« laffm? Ich habe Sie doch noch gestern recht fidel in der Stammkneipe gesehen und bewundert da Ihr« Durst. Patient: Ich habe furchtbare Kolik, ein Kneip« im Leibe, das ich's nicht anshatte. Arzt: Ja, da« kommt davon. Wmu Sie kein Leib» kneip« hob« wollen, dann dürf« Sie Ihre Lei bk neigen nicht so oft und so andauernd besuch«, krodatum est! — Kitthsrl-Arrfgske». tfattttJU-Stötyfer. 8m C. in B. I. Demtsttz« ^ogofiryp-. ltvpflo» cm Prophet zieht «in Am Weihesrst U unfn Hittte Und bringet Luft und Li«,irrschein, " «S-er Sitte. Brno heiüg un« der Bäwr U. 'pfif+t* «L-gsgryppder Weih». steft der Lustl «est hebt fich u»4 die Brust. »« mit .l" am »ru" fie strahlen Wonne an» aaf« Antlitz malen. III. Keör^DePtsche» Komsmzm ». -Lsgssrypy. Ein Thier erscheiat auch ai« Praphetl Dasselbe Wort für Beide steht; Sobald «st einem Kuh es geht. Ein judea feindlich Reich Ihr seht. IV. KeSräifch» ALtyftc. .Ip^n *1331 TB3 Nw BK ,1P-VV ans INK'? rmn .nnnK'? lais1 cm bk V3K .onart iv? ip-vv na? *is V. Keöräisch-I>«1sch» Ein Lhiertopf vorn, eia Thiertops hinten, vlaßt Du im R u die Äsung finden. Wen» Dn da« erst« selbst Mcht bist — Dar Bimze nächst«»» bei Dir ist. VI. Aemtsch- LaLeimftßer Sik-eArLtysel. von » vom Esel nehmt den Schwanz Und hänget Euch daran Ihr hadi die Ldsimg ganz. rtnlsch) tkmmM dreimal <lateinisch) noch d'ran. btt Kitttzfel tu »<r. |Uv L XHnnmit (Sinn, mit). XL snz (Azy. Ijn (Jähi-mizr,). HL Inda» (Bekenner des «in» Gotte«), Inda («attabt! auch der 4. Sohn der Leah, — wild mit einem LI»»n verglichen.) ve, am wörtlicher Redaetarr: De. 8t. Rahmer, «ogdednr» Drns »an ». L. Wolsf. «apebn«. Verla, M» Kemrt «rlese. »HG,-