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Jüdisches Familienblatt · 1888-01-01 · 46 (1888) · p. Seite 180

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1888
Issue
46 (1888)
Date
1888-01-01
Page
Seite 180 (sequence 4)
Language
German
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Adfc Mi $af Dn 9d 60,0 Mtl m< Dm scrmagft Dm Mac Heeresmacht? ,000 Dm verzogst? — Oie viel stad Mmm die Hebräer, Daß stc Fnrcht Dir s« einjag«? Li« $aatooff StaBaMet Macht eoch, feige BUmmct, jagen? — Shsias. Nicht die ttenge ist c« Herr. Die «it Horcht mm6 «ff erfüllt In Mm Ranea „WnttoMer* «im hohe Macht sich hüllt. — Scmm diese ihre Kahn' «Mtrallt, SUmpfen Gitter — Engelsschaar« — Es ist, als ob der Himmel grollt'. De» FenerpfeUe heiß entfahr«. — Doch nriU ich selbst «ich jetzt versnchen Al» Krieger für «utiochu». Dn sollst »ich nicht dereinst verfluchen Ich mach Dir »ahrlich kein' Verdruß. Bis zum letzten Tropfen Blute Will ich fechten für «ein Land Will den Inden sein die Ruthe, von Jupiter ausgesandt. — > ntiochns. So zieh' denn hin mit festem Mnth, Brich die Straft der kühnen. Harten! Geh' — doch sei mir auf der Hut! Hier will ich Bericht erwarten. (Lysias ab) (Echlrch ftf*.) Littkth.PkmKerei jam vochenobschntN „Wnji»chUch“. Jakob kam zurück von Laban und er schickte »Bot«* au semeu Bruder Efau. .Maleachim* bedeutet Boten, dedeutet aber auch .Engel*, und Raschi, Mm Midrasch folgend, hat die «ufficksuug: Jakob habe .wirklich« Engel* als Boten geschickt. — Daß Jakobs .Boten* .Gugel* waren, wird der freundliche Leser meiner Sabbath-Plandereieu vom letzten Wocheuabschnitte für sehr wahrscheinlich halten. In der letzten Plauderei war berichtet, daß der Schluß des Wochenabschnittes Wajeze den Jakob an der Grenze seines Heimath« loudes wieder von den .Engeln* begrüß« läßt, die einst, als er in die Fremde gezogen, von ihm Nbschied g«omm« hatt«: von d« »Engeln der Heimath*. Wollte er bessere .Bot«* au sev.« Bruder Efau haben, als diese .Gugel*? Ja, die Engel der Heimath schickte er au sein« Bruder Efau: s'ine Liebe, seine Rührnng, seine MUde. seine Brüderlichkest. Wer sonst, wenn nicht diese Gugel, kSnntm ein haßerfülltes Bruderherz versöhnen? Wir fast« es also «ohl am besten so auf: nicht Gugel als Boten, sondern seine Bote» als Engel schickte er, in seinen Boten kam« die Gugel der Bruderliebe, der Familienbande, der Geschwister-Zärtltch« keit, die Erinnerung« znsawm« vc lebt er kinderjahre, die Engel des Bertramn» und sonftmüthiger Nachgiebigkeit zu Efau. D, ihr freundlichen Engel, warum schwebt ihr s« seltm iu der Nähe haßerfüllter Bruderherzen? Warum steht ihr nicht an der Pforte nuferes Herz«» und verdränget von da die bös« Dämon« des Trotzes, der Rache, der Unerbittlichkeit, der finstern Wollust harter SrausawMt? Ach, ihr fehlt nicht, aber die Jakobe fehl«! EiuWort, ei« Mi««, ein Zeichen könnte rin Engel sein, aber das Wort wird nicht gesprochen, die Mi«e wird nicht gemacht, das Zetch« wird nicht gegeb« und darum so viä Spur« unaufhörlich« Bruderkriege». WÄche Botschaft trügt J«8o» sein« «nxeku anf? A+: fast ihr sprechen zu meine» Herrn Efau, so spricht M» Bruder JÜab: bei Laban war ich ein Fremder* Konnte Jakob ei« Botschaft send«, die das H«z Gsan's besser i* rühr« geeignet wäre? Zwanzig Jahr« war ich ei» Fremder, ein Fremder bei Berwaudten! Weis weißt Dn, lieber Leser, heute, 188« nach der ge». Zeitrech»nng. was es 1500 vor der ge». Zeitrechnung sstes r ein Fremder sein? Erinnere Dich meiner PlauMrei j« Waftra. dort habe ich die» in kurz« Zügm angedentet. Zwmqig Jahre iu der Fremde — das ist heute ustht vitl, denn heute giebl es keine Fremde; aber das war var 8000 Jahr« schlimmer, als zwanzig Jahre in einem unser.» Hochhäuser! »Zwanzig Jahre war ich ein Fremder* — entbot Jakob dem Esau — und du walltest nicht Miüeid mit mir Hab«? Dein Sinn sollte nicht sanft und «UM gestimmt sein? Unsere «eis« (s. Raschi) Hab« noch Andere« an-lfiudiz gemacht. Das Wort 'ms HU Mn Zahlenwerth M« 618, d. h. ich. Jakob. haM die 613 Borschrist« der Tho,« gehellt«. - - Ist das ein »Lächerliches*, da» nicht weit dam .Erhob««* ,u sei» pflegt? O nein: es ist bi« gallze Tragik der jüdisch« Geschichte! Jakob speicht hier im Namen von Israel: .Bei Laban, meine« nächst« verwaudteir, bin ich ein Fremdling*, warn»? .IBeU ich die Vorschriften des Judeulhums beobachte*, weil ich mein JuMnthn» vU|'t Uff«, meiner angestammt« Religion nicht ancr« werbe it »Ül. Ein Wort: und ich bin kein .Fremder* mehr! AMr Israel hat dies Wort nicht gesprochen, hat sein: .Höre Israel, der Ewige unser Gott, der Ewige ist einig «ein» zig* gesprochen — darum blieb es ein Freoider. Lieb» ein Fremder bei Laban; als sich selbst entfremden, .ein Fr»»- der* nnd .Tr«e geg« das Jndeuthnm* — d.ß war identisch. — War? Jst's nicht heute noch so! Der Sabbath-Plauderer. KSttzfei-A«f^cke«. Hin Klühchen, an BeMntang mir gering. Erfährt man bald, menn man die Gidra liest: Drd Stannt» «amen, brr hlnilbrrging — Versetzung zweier Lante and erschließt. Dasselbe hrbriitsi^ Eatserne 2, &M' 4 Me 8, ttü 1 amint Der Floß «scheint. II. Kröräislßrs »«d dattsche» Msrtrttßset. Von C. in Di Da» zmeite — Mann, da» e.fte — ZM«t, Da» Wanze zeig» 'ne Dichte ag Dir. I». Keßräische» Lmttrttßsel. Von A. K. in London. Mit - rin Mann. Gebirg' «l> Land, Mit r ai» Opferthier bekannt. KeSrListße Scher-ftage. Welch« biblische Kran jagt nn» bei ihrem Erscheinen immer Schrecken «in? A«ßSft«S de» Kitttzfel i» »or. Mr. I. Jost, gailt (die Vefieger-n «Ißera'»). II. *W (»er «achsiabe.Sodl. (lkeankheit). - Berantmortlicher «edaktenr: vr. «ahmer, «ag»»nrg. Drnck von D. L. «olss, Magdeburg. Verlag »on «oben Friese, adggig,"" '

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