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Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums · 1874-01-01 · 5. Jahrgang Nᵒ 20. · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift für die religiösen und socialen Interessen des Judenthums
Volume
5 (1874)
Issue
5. Jahrgang Nᵒ 20.
Date
1874-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Lu« der Moldau-Wallachai. — Wer«tsch1« N»d Mlufl Bwchrtchte», verlin. Bttltn. Leustad, i. P. Frankfurt a. M. Prag. Prag. Lemberg. Pari« Manchester. Duni«. Lew-Aork. — Kenille- > t»«r Da« MLdchen von langer. (Fortsetzung.) — Anserat« Awei kleine Beiträge zur Arauenfrage. - n.*) »Willst du genau erfahren, war sich ziemt, so frage nur bet «bleu Frauen an," sagt Göthe. Er setzt motivirend hinzu: »denn ihnen ist am meisten d'ran gelegen, daß Aller sich wohl zieme, war geschieht." Bedürfen diese Sätze keiner weiteren Bestätigung, und zeigt sich ihre Richtigkeit in so vielen Beziehungen, in wichtigen, allgemeinen wie in geringfügigen privaten Angelegenheiten, so müssen sie ganz besonderauch in der Frauenfrage gelten. Männer mögen über sie streitm; Frauen, natürlich edle, sittenreine, welche »nichtfind, wo Frechheit herrscht" (wie ean derselben Stelle heißt), werden mit ihrem Gefühl« für da», wasich schickt und ziemt, leicht entscheiden, bi» wohin die Frauensrage, da» Streben nach erweitertem Recht und Wirkungskreis, ckxl. sittlich, anständig ist, und wo die Unanständigkeit, die Unsittlichkeit, die Frechheit beginnt. E» ist daber angemessen und heilsam, wenn Frauen selbst sich über die Frage äußern, selbst an dem zu Erreichenden thättg Mitwirken. Bei fittenreinen wird und muß auch die» Milreden und Mitthun sich streng in den Grenzen de» Anständigen halten. ' Der Rame der Frau Lina Morgenstern ist allen Lesern so bekannt, in so rühmlicher Weise bekannt, daß e» vollkommen gmügt, ihn, und nur diesen, hier genannt zu haben. Wi r wollen unsere Leser mit einer anderen israelitischen Dame bekannt machen, welch« vor einigen Wochen öffentlich über die Frage von der Erziehung de» weiblichen Geschlechtgesprochen hat. ES ist Miß Goldsmidt, in ihrem Vaterland« längst wohl bekannt, sowohl als Angehörige einer der bedeutendsten jüdischen Familien England», wie als jüdisch-religiöse Schriftstellerin. Ihr Vortrag behandelte drei Fragen: was sollen Misch« Mädchen lernen? wa» sollen jüdisch« Frauen und Mittler thun? wie sollen Väter und Gatten ihnen helfen? «u» der Analyse de» Vortrag« (in »Zew. Ehr") geben wir eine» Mrängtesten Auszug: , ' •) »rtikel l stehe in «r. 17. „Man spricht jetzt viel von Frauenrechten, Rechte unt Pflichten gehören aber zusammen; eine Frau wird am bester, ihr Geschlecht über Frauenpflichten belehren können. Bor. diesem Frauem echte mache ich Gebrauch. Gott hat sein Gesetz sowohl den Frauen wie den Männern vorlegen lassen, unt« Mose» verordnet vor seinem Tode, Männer, Frauen unt! Kinder zum Anhören der Vorlesung zu versammeln. Mi: sollen gute Jüdinnen werden, da» umfaßt alles Andere. Väter und Mütter müssen dazu helfen. Die Erziehung muß beginnen, wenn Kinder zuerst da» Licht de» Himmel» erblicken. Findet Ihr es unsinnig, wenn ich bei kleinen Kindern von Erziehung spreche? Lesen können sie freilich nicht lernen, aber Eyiehuug ist nicht Lesen, Schreiben und Rechnen." Miß G. erörtert damr die Pflichten dnc Mütter in der ersten Erziehung der Kinder in gesunden und kranken Tagen; sie entwirft mft glühenden Farben ein Bild von dem, was ein jüdische» Familienleben sein solle. »Solche Häuser, sagt sie, sind jetzt selten. ES hat mich mein gaize» Leben, welche», wie Ihr seht, schon eil ziemlich lange« ist, die Frage beschäftigt, warum unsre Frauen ihre Pflichten nicht besser kennen. Sie haben e» nicht gelern :, weil ihre Lehrer selbst e» nicht wissen." Sie verweilt dann bei der mangelhaften Vorbildung der Lehrer in England unr und weist auf die befferen Zustände und Bestrebungen it Deutschland hin. Wir müssen Lehrer bilden, durch welche da» Wort: „Beobcchtet diese Gesetze und übet sie ans, denn da» ist eure Weisbeit und eure Einsicht vor den Angen der Völker" u. s. w. (5 Mose 4, 6), zur Wahrhett werde. Ich möchte, ehe ich aus dm Leben scheide, noch die Gründung einer jüdischen Normalschule sehen. Haben unsre tapferen Krieger süh den Weg durch die afrikanischen Wälder gebrochm, so müssen auch wir den Weg zu dem schönen Ziele finden." Wir bieten unsren Lesern ferner einen Aufsatz, der un» schc n vor längerer Zeit eingesendet wurde;*) wir benutzen jetzt die Gelegenheit zur Veröffentlichung. •) Durch dril« Hand au« H—h—«. Der Lame der Lersafferrn .ft un« nicht genarnt «vrden. Ban ihr ist auch da« Gedicht in Lr. 31, 1872 der wochenschr.

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