Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 18 (1889)
- Issue
- N° 9. (28.2.1889)
- Date
- 1889-02-28
- Page
- Seite 36 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Schriftverse könnte vielleicht eine Anfechtung erfahren, weil das Wörtchen 16 (לא) in demselben mit Alef , geschrieben ist und demnach der Yers auch diese : Uebersetzung zulässt: Siehe, Er tödtet mich, ich habe kein Vertrauen. Darum ruft E. Josua den Vers 27,5 zu Hilfe: nßis ich dahinscheide, lasse ich meine Frömmigkeit nicht von mir.“ Aus diesem Verse folgt zwar nicht, ob Job aus Furcht vor Gott oder aus Liebe zu ihm fromm war, aber das folgt daraus, dass Job sich selbst widersprechen würde, wenn wir 1c in V. 13,15 als Negation verständen. Soll der eigentliche Beweis nur aus 27,5 geführt werden, so war die Anj führung von 13,5 ganz unnöthig; und was "DTI 1 וצדיין שקיר bedeutet, das sagt H. Josua selbst deutlich genug. (Fortsetzung folgt.) Berichtigung. In No. ■1!• des ״Litteraturblattes“ Jahrgang 1888, in der Recension der von Herrn J. Singer besorgten Uebersetzung . des Zadoc Kahn’schen: ״Die Sclaverei nach Bibel und Talmud־* ' sagte ich: ״Ein merkwürdiger Irrthum ist dem gelehrten Vertasser aut' 8. ‘-!'.י passirt. Er sagt: Die Tradition setzt jedoch dem Willen des Herrn eine wichtige Schranke entgegen .... Der hebräische Sklave ... ist nicht gezwungen, eine Frau aus der Hand des Herrn anzunehmen, wenn er gesetzlich mit einer treien Frau verheirathet ist und Kinder hat“. Die Tradition sagt aber das Gegentheil ... es ist darübei gar kein Zweitel . . . die von Zadoc Kahn citirten Belege besagen eben unzweidentig das Gegentheil etc.“ Sowohl von dem Herrn Grand-Rabbin Zadoc Kahn, wie von Herrn J. Weil, Oberrabbiuer des Isr. Consistorimn Metz, hake ich inzwischen Zuschriften erhalten, die mich überzeugten, dass mein vollberechtigter Tadel nicht den geehrten Herrn Verfasser, sondern den Uebersetzer ireffe. Herr Zadoc Kahn sandte mir zu dem Zwecke ein Exemplar seines bereits vergriffenen Werkes zu, so dass es nun ganz zweifellos ist, dass der gerügt« Fehler ein Uebersotzungs-Fehler ist. Im Original sagt Z. Kahn: ״L’ esclave hbbreu, dit la tradition, u’est obligA d'accepter nne femme de la main de son maitre, qu’autant <!u'11 est deja marie legitivement avec une lemme de condition libre et qu’il a des enfants.“ Der Uebersetzer hat. wie es scheint, statt dessen gelesen: L:esclave . ...!fest, obligh . . . autant, st. qu’ autant. Nicht anders verhält es sich mit meiner zweiten tadelnden Bemerkung: ״Etwas scbiet ist es, wenn S. 91 gesagt wird: ״Der Talmud gebraucht dafür den bildlichen Ausdruck יד בבד כיד רבי• die Hand des Sklaven gleicht der des Herrn“. Nein, nicht ״bildlich,“ sondern buchstäblich meint es der Talmud: wenn der Knecht etwas in der Hand hat, so ist es so viel, als ob es der Herr noch oder schon in der Hand hätte.־* Herr Zadoc Kahn reclaiuirt mit Recht, dass auch dieser Tadel nicht den Autor, sondern den Uebersetzer treffe. Das Original sagt : 011 encore (sc. affirme le Talmud) *בבד כ*ך T ״ רבןla main de l’exlave 61[ ui van t ä celle du maitre“. wofür Herr Singer •twas willkürlich setzt: ״Der Talmud gebraucht dafür den bildlichen Ausdruck et׳v* — Man sieht, wie vorsichtig ein Uebersetzer sein muss. — Wer meine Kecension gelesen, hat gewiss den Eindruck empfangen, dass es mir ganz unerklärlich schien, wie einem Zadoc Kahc diese Irrthümer passiven konnten. Man sieht, dass ich uie Gelehrsamkeit und Gründlichkeit des Ilerru Grand- Rabbin de Paris nicht überschätzt hatte. Dr. .1. Goldschmidt-Birkentehl. Litterarischer Anzeiger. *5־ Angebote und Gesuche antiquarischer Bücher der jüdischen Litteratur von Rabbinern, Lehrern und Cultusbeamten werden zu ermässigtein Preise (die *gesp. Zeile ä 10 Pf. bsar) aufgenommen. Zu ermSsaigten Preisen: Der Jndenspiegel des Dr. Justus ins Licht der Wahrheit gerückt von Dr. Ad. Lewin. 90 S statt 1.50 für 00 Pt. Bismarck’s Verhältnis zum Glauben, insbesondere zum Judenthum. 15 Pf. Die Darwinsche Theorie in ihrem Verhältnis zur Religion. ־J5Pf I Dr. Ilessauer, La11drabb.,Hnmanitat im Judenthum. 15 Pf. — Drei Mahnworte an unsere Grossen 10 Pf. Dr. Rippner, Moses Mendelssohn^ 10 Pf. Dr. Ziemlieb, Antwort an Prot, de Lagavde. 15 Pt. Dr.Rahmer,Diehebr .Traditionen in den Werken des Hieronymus. T11. 1. ׳Statt 1.501 50 Pt. — Die bibl. Erdbebentheorie. Eine exeg. Studieist. IM.) 40 Pf. — Redez silbernen Hochzeit ־JOPt. — Trauerrede an der Buhre eines Vorstehers. Ü<1 1 *t. 4Gedftcht11 issreden ar. 1Z. F rank el. geh. v. seinen Schülern 10 Pt. 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