... Bericht ueber den Verein für die Provinz Westfalen zur Bildung von Elementar-Lehrern und Befoerderung von Handwerken und Kuensten unter den Juden
- Journal
- ... Bericht ueber den Verein für die Provinz Westfalen zur Bildung von Elementar-Lehrern und Befoerderung von Handwerken und Kuensten unter den Juden
- Volume
- 8 (1835)
- Date
- 1835-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/52596-9443938--19-52615- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
18" betreffenden Bedingungen zu unserer Kenntniß bringen mögen; es braucht dieses jedoch kein Meister derjenigen Profession zu sein, wozu sich der gleichzeitig angemeldete Knabe bestimmt, da wir doch sehr ungern, deshalb auch äußerst selten und nur da wo es nicht anders thunlich ist, die Lehrlinge in ihren Geburtsorten das Handwerk erlernen lassen. Diese Anordnung dient dazu, eine Auswahl geschickter, zur Annahme von Lehrlingen bereitwilliger Meister ausfindig zu machen, deren Ermittelung uns sonst sehr lästig wird, und die Beförderung der Handwerke sehr erschwert. Zur Bedingung machen wir selbe jedoch nicht, und bemerken dieserwegen ausdrücklich, daß wir es bloß für die Bezirke wünschen, wo die Verhältnisse es gestatten; denn nicht selten werden uns Knaben aus solchen Orten angemeldet, wo gar kein Meister zur Annahme eines Lehrlings zu ermitteln sein möchte. Selbstredend werden diese Knaben aber nicht weniger Berücksichtigung finden, wenn sie solche sonst verdienen. Ferner wäre es eine Erleichterung für den Geschäftsgang, wenn bei Anmeldung des sich zur Erlernung eines Handwerks bestimmenden Knaben nicht bloß ein Handwerk angegeben, und die Aufnahme nicht zu schleunig gewünscht würde; in der Regel hängt die Wahl des Handwerks mehr von den Eltern oder Verwandten als von dem zu seiner Erlernung bestimmten Knaben ab, und bei jenen ist hauptsächlich wieder der beschränkte Gesichtskreis, oder vielmehr das vor Augen habende Beispiel Anderer, deren Thätigkeit sie belohnt sehen, das Motiv, welches sie bei ihrer Wahl leitet, was aber unter veränderten Verhältnissen und bei verschiedener Jndivi-