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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1912-01-01 · 1 (1.1.1912) · p. Seite 1

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
3 (1912)
Issue
1 (1.1.1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 1 (sequence 1)
Language
German
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Monatsschrift Preii pro Quartal KO Pfennig. Einzcloerlauf 20 Pfennig. Erscheint am 1. jeden Monat». Mittkilunzen A»zri„k» die »iergejp, Peittzetle UO Pf. Rellanit» Kit Pf. pro;Jfi»f. chjiftsnelie'. Berlin \V , iNrifljicajie 12. J des DertlMes Ler jübiftljfn Jugeildorrriilk Dkillsiljlimds. Nummer 1. Inhalt.: der Ortlantsalioit der weiolichen jüdische»: Jugend. Ludwig Philippson, zu seine,n >l»)sken Geburtstage. ™ — Offener Brief an Herrn Hans Eichel, Ählem. Bilcherdeshrechnngen. Ralize». — Berdands» Nnchriel Fti: Prolokott über die IX. Borsiandsschung. — Mitteilungen der lüeschätsestelle. - Auc unteren Bereiiten: jeieitnug i. B., -^njleM cg; Ttellin. — Anzeigen. Berlin. 1. Januar 1612. Zaijrgartst 6. Zur Frage der Orgaaisalia» der uieidliihrn jüdisihen Jugend. Eine konsequente Durchführung des Zielgedankens der Jugendvereinsbewegnng fordert ihre Ausdehnung auf die Gesamtheit der jüdischen Jugend ohne Rücksicht auf das Geschlecht. Das bedarf für die Leser dieses Blattes keiner näheren Begründung. Wenn aber heut noch eine große, ja lvohl die überwiegende Zahl der jungen Jüdinnen außerhalb der Bewegurig steht, ist daraus §u schließen, daß die Schwierigkeiten hier größer, die inneren Widerstände mächtiger sind als bei der Organisativil der männlichen Jugend. Sie sind in der besonderen Stellung der Frau, in der Familie auf der einen, im Berufe auf der ankeren Seite begründet. Darum ist es nicht angängig, ohne weitere? die bestehenden Organisation-Formen auf die weibliche Jugend zu übertragen. Gelöst muß und wird die Frage werden; durch eine gründliche Vorarbeit aber können viele Umwege vermieden, viele Schwierigkeiten aus dem Wege geschafft werden. In Anerkennung dieser Tatsachen hat die letzte Vorstandssitzung des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands beschlossen, ein besonderes Dezernat für diese Fragen zu schaffen, um sie nach allen Richtungen zu untersuchen und ihre Lösung vorzubereiten. Zwei Wege sind dafür zunächst in Aussicht genommen. 1. Es soll festgestellt werden, wie weit die einzelnen Verbandsvereine der Frage schon näher getreten sind; welche Vereine weibliche Mitglieder aufnehmen; in welcher Zahl sie in den einzelnen Vereinen vertreten sind und welche Stellung sie innerhalb der Organisation einnehmen. Der Beantwortung dieser Fragen dient der umstehend abgedruckte Fragebogen. 2. Es soll eine allgemeine Enquete veranstaltet werden über die wirtschaftliche und soziale Lage der unverheirateten jüdischen Frau. Insbesondere soll der Anteil der jüdischen Frau am Berufsleben, nach seinen Ursachen und Folgen für das Gemeinschaftsleben untersucht werden. Nur auf einer gründlichen Kenntnis dieses ganzen Komplexes von Fragen kann sich eine erfolgreiche Organisation jüdischer Mädchen aufbauen. Solch umfassende Aufgaben können nur unter energischer und zuverlässiger Mitarbeit aller Verbandsvereine gelöst werden. Ist es doch erforderlich, von den speziellen Verhältnissen der einzelnen Gemeinden Kunde zu erhalten. Ganz besonders ist es wünschenswert, daß sich möglichst in jeder Organisation eine Dame bereit erklärt, in direkter Verbindung mit dem Dezernat dieses in der lokalen Arbeit zu unterstützen Durch gründliche zielbewußte Arbeit wird es hoffentlich möglich sein, die außerordentlich wichtige Frage der Organisation der weiblichen jüdischen Jugend in einer Form zu lösen, die des Verbandes der jüdischen''Jugendvereine Deutschlands würdig ist. i —

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