Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 16 (1930)
- Issue
- 10 (10.1930)
- Date
- 1930-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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klare- Bekenntnis jedoch zur Kriegsdienstverweigerung. — M..ti.it--« bril't „Der Friedenskämpfer", außerdem gute Veröffentlichungen religiosM>nzifistischcr Gesinnung. Der Hund gehört dem Deutschen Friedenskartell an. Zahlreiche Orts-, gruppen nnd MitgliediT. ( Wird fortgesetzt.) Klick in die Presse. Das Problem Indien, das scheinbar am politischen Horizont zu \ i i•-. luv inden droht, rindet eine ausgezeichnete, wenn auch nicht immer vor den harten aktuellen Tatsachen standhaltende luterpri t.itii.n in einem Aufsatz „"Die.'Lehre Indien-", den Martha Stein itz im Septeroberheft der ..Friedehswarte" ver- •"•ft'entIii ht. Die Verfasserin ist im Sekretariat der Internationale der Kriegsdienstgegnor in Lewis tütig. kennt die Zusammenhänge der internationalen Situation durch und durch und hat daher zum Thema Indien wirklich etwas mitzureden. Yen-Martha Steihitz bring) dasselbe Heft außerdem einige interessante, Bemerkungen über die KTiessdienstyerweigerung in Frankreich: — Hin Aufsatz von Dr. Feodor Rotteher^ttber Christentum und Soziatismus in ihren gegenseitigen politischen Auswirkungen" bringt die in Schweidnitz erseheinende Wochenschrift „Chronik der Menschheit". Im Hinblick auf die vor kurzem in Stuttgart.zu Ende gegangorte Tagung des Hundereligiöser Sozialisten verdient dieser Aufsatz erhöhte Beachtung. — Hinzuweisen wäre noch, wenn auch etwas verspätet — doch -i> was kann niemals zu spät sein —. auf die Anti-Kriegsnummer der Zeitung ..Pas Andere Deutschland" von) 2. August (Nr. äl>. Diese Ausgabe (Kostenpunkt 2» Pf.) enthält eine Fülle von Material, das treeignet ist. manchem Zauderer einen inneren Ruck zu vorsetzen. .1. II. Soziale Hilfe Diejenigen Vereine, welche bisher den in ersten Hund brief de» Dezernates an sie gestelften Forderungen noch Riehl nachgekommen sind, werden ersucht, dies spätestens bis zum 15. Oktober nachzuholen. bisbesondere i-t rs erforderlich, daß das Dezernat baldmöglichst in den lie-itz der Anschriften der Obmänner »iinit lieher Vereine gelangt, da vorher an eine Darehorganisicrang der Sozialen Hilfe für das ganze Verbandsgebiet nicht zu denken ist. Die Münchciicr Tagung hat iir Notwendigkeit der Sozialen Hille einmütig anerkannt. Niemand kann die Verantwortung dafür übernehmen, daß durch Sanmigkeil der Vereins^ leitungeo der groß« Oedanke und die erfolgreiche Anfangsirbeit innerhalb unseres Verbandes zum Scheitern gebracht wird. Hus dem Leben des Verbandes Die Winterarjbei) in den Hunden Thält durch die ireaesenen und die kommenden Landesverbandstagungen eine schon jetzt klar erkenntliche Richtung. Es i-t erfreulich festzustellen, daß fast überall das Arbeitsprogramm <ler Vorbandsleifung befolgt wird: die im Laufe des Septetnb« r herausgegangenen Rundbriefe werden den Vereinsvorsitzenden die. Kleinarbeit erlieblich erleichtern. Am 7. September fand in Dii—eldorf die Tagung des Landesverbandes Westdeutschland statt. In ihrem Mittel pimkt stand? ein Referat von Artur Hermann.-, welchesich, frei von irgendwelchen oft gehörten Allgemeinplätzen.. lediglieh auf die Aufzeigung von praktischen Arbeits.wegen beschränkte. Die sieh an das Referat anschließende Aussprache, wiid manchem w-ertV.iile Anregungen für die künftige Arbeit gegeben haben. Eine ain Nachmittag -ich anschließende Arbeitsgeineinscliaft über. ,.Soziale Hilfe", unter Leitung von Kurt Engelbert. Oberhausen, zeigte wieder einmal, wie sehr Ii. sozialen Hilfsorgane der deutschen Judenbeil verbesscriuugsnötig »ind. Artur Hermanns w urde an Stelle des zurückgetretenen Dr. Philipp einstimmig zum 1. Vorsitznden gewählt und wird mit I nter-tülzuns der we-tdeutschen Gilde in kurzer Zeit wieder den innerlichen und äußerlichen Konnex zwischen den Vereinen herstellen, der auf der Tagung selbst nicht bei allen Teilnehmern zu verspüren war. Am gleiches Tage fand in Leipzig die Tagung des Landesverbände« Sachsen statt. Erich Altmann. Wanne, sprach über das Thema ..I'nser Kampf gegen Nationalsozialismus und \\ irt-ehaft-not". Kr wies darauf hin. dal» es nicht mit schönen Worten getan -ei. wenn man sieh mit den Nöten der deutsehen Jadenhcil und ihrer Jugend befaßt, sondern man müsse selbst 6 helfend eingreifen und versuchen, weiteste Kreise der jüdischen Oeffenlichkfiit für unsere Arbeit zu interessieren Auch Waldemar Strauli. der im Kreis.; seiner sozialen Hell, i die Aufgaben seines Dezernatbesprach, betonte als -, i wichtigste Aufgabe die konkrete Arbeit, d. b. Stellonveriliit:- InngsnothiHe. — Die Tagung verlief glänzend und war en: neuer Heweis für di.> nute Arbeit, die im Landesverbao I Sachsen geleistet w ird. Der bewährte, erste Vorsitzende Ma\ Schweisheimer wurde einstimmig Wiedergewählt. — wir hoffen, daC> auch die noch bevorstehenden Tagungen einen gleich schönen Verlauf nehmen worden. Als dritte Veranstaltung am gleichen Tage ist noch ein. Vorstand—it zum: de- Landesverbandes Nord Westdeutschland in Oeynhausen zu erwähnen, die den Vorbereitungen zu der im 18. Oktober in Bremen:.'statt findenden Del igiertentagn i ■• gewidmet war. Am Sonntag, dem 21. September, fand in Hanau a. M. ei:: Führer! reifen dellessischen Landesverbandes statt. In ver -i hiedenen Kurzrefer.il ui Wurde darauf hingewiesen," d.ifi in Anbetracht der momentanen heiklen Situation-der deutschen judenheil unumgänglich nötig sei» unsere jungen Menseben uif die Wichtigkeit einer aktiven Betätigung in den polt tischen'Parteien hinzuweisen. Von der Verbandsleitung wai Herbert FelsenihaJ anwesend. Auf Wunsch der hessischen Vereine seilen auf dem Weihnachten in L-nngenschwalba< ' stattfindenden FOhrerlager hauptsächlich rein wirtschaftlich, Fragen diskutiert weiden. Wir werden über dies Treffen sii .'ei;ebener. Zeit noch ausführlich berichten. . Der'katastrophale Ausgang der Reiehstagwalileh hat db Programmgestaltung der Vereine erheblich beeinflußt I eber.ill hat mau eingeselien. daß es sieh hier um Probien bandelt, deren Auswirkungen unsere Existenz in jeder Hin Sieht fraglich werden lassen. Spät, aber nicht zu spät b ginnt die jüdische Jugend -ich mit aktiver Politik ZU befassen Von folgenden Vereinen liejseh; nns diesbezügliche Bericht i vor: K.dii, Plauen. Düsseldorf. Mainz. Heidelberg. Bingen ßstthigen, Hannover, Forst, Osnabrück, Halberstadt u. a. tu Ein recht reges Vereinsjebon blüht im rhoiiiiseli-we-' fäIrschen Landesverband. Duisburg lud zu einer großen, erfolgreich verlaufenen Werbokundgebuiig ein. Mülheini-Rulu wartet mit einem vielversprechenden, umfassenden Winter Programm auf. Rssen berichtet von einer neugekrilndeten Arbeitsgemeinschaft ..neue Wegzur Musik" usw. 'Pietz der vorgeschrittenen Jahreszeil wird immer nocl frisch gewandert. So -chreibt uns Nürnb Tg von einer her, lieh verlaufenen Fahrt an den Bodensec und die ewig reg) ßezirksgruppc tnterwnser von einer Treffahrt mit üb, nä Teilnehmern aus Bremen, Oldenburg, N eiden. Wosonnünd und Varel. - . Wir würden gerne noch mehr Berichte bringen, aber eine ganze Anzahl von Vereinen hüllt sieb in tiefstes Schweigen .Darum bitten wir nochmals alle Freunde: Berichtet regelmäßi' über eure Arbeit, durch eure Berichte lernen w ir euch kenne!: und wissen dann auch, wo Hilfe nottut. Füllt die Arbeit* tragebögen rechtzeitig «us und schickt sie uns! Fr. Bücherschau Jüdisches Lexikon, ein enzyklopädisches Handbuch des jüdischen Wissens. Jüdischer Verlad, Berlin. Der vierte Band des verdienstlichen Werkes, auf das wir schon mehrfach hingewiesen haben, ist erschienen und enthäl' wieder eine große Zahl für vnserc Bünde besonders wertvolL Artikel. Er ist wieder mit zahlreichen wertvollen und instruktiven Bildbeilagen versehen. Der Band enthält die „Stichwort«, von Me. bis R. Wir erwähnen einige aus der Fülle der für uns interessanten und für Arbeitsgemeinschaften gut verwendbaren Artikel: „Medizin in Bibel und Talmud" von dem kenntnisreichen Arzt Dr..Sandler klar und übersichtlich behandcl:. mit erschöpfender Literaturangabe vorgesehen: „Jüdische .Mediziner", von dem bekannten Felix A. Theilhaber; „Megilla mit der sehr schönen Wiedergabe einer Handschrift aus. den: 16. Jahrhundert; „Memoirenliteratur": „Moses Mendelssohn" kurz und doch das Entscheidende gut hervorhebend; 'Menorah' mit Tafeln schöner alter Leuchter; „Messias"; „Midrasch", gu'- einführend in das Geschichtliche und Inhaltliche; „Militär dienst der Juden": „Misrachi"; „Mohammed", „Monotheismus' „Moses", eine treffliche Biographie; „Synagogale Musik" „Namen der Jugend", von Prof. Heinr. Löwe, sehr interessan behandelt: „Nation" und „Jüd. Nationalismus", in dankens werter Weise nach allen Seiten hin beleuchtet. .Niederlande' eine gute D-.rstellung der Geschichte der Juden in diesen