Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 3 (1927)
- Issue
- 10 (1.10.1927)
- Date
- 1927-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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DCP ,|UG€1Mf>BUlNP miTTtii-unGen Des vecßflnoes Dep 13. Jahrgang Düsseldorf, den 1. Oktober 1927 J6enDV6B€in€ teUTSCHLAnDS Nummer 10 eusb AlIC flpm Inhalt* ^as neuc Janr hat begonnen. — Das We Itjugcndtreffen auf der Fr NU« UCIII llinflll Die Gewinnung der jüdischen Studenten zur Mitarbeit im Jugendbu Görlitz. — Streifzüge durch die Gegenwart, von Hans Capell, Düren. — Der 15. Zionister Lubinski, Berlin. — Delegiertentagung des Bezirksverbandes der jüdischen Jugendvereine am 10. September 1927. Junggruppen. — Wandern und Sport. — Berliner Salat. — Lan Großtat! — Aus dem Leben des Verbandes. — Mitteilungen der Verbandsleitung. — Ver« urg, von Kurt Hirsch, Hamm. — de, von stud. jur. Heinz Gerling, kongreß in Basel, von Dr. Georg Mordwestdeutschlands in Bielefeld dkrbeit. — Esperanto, eine jüdische insnachrichten. lAAAAAAATtJlAAilAAAAAAAAAAAJlJVUU^ Das neue Jahr hat begonnen! Der »Tag der Rückschau" möge all unseren Freunden, allen Vereinen zitf da6 Vieles geschafft und Vieles versäumt worden ist. Die Schofartöne wecken, die Säumigen vorwärts treiben, den Wachsamen Uns allen aber sei diese Zeit, die zur Versöhnung führen soll, Aufruf Arbeit für die jüdische Jugend, für das Uesamtjudentum. Klarheit schaffen, Versöhnung allen bringen, die gleich uns um Judentum und L'schono tauwo tikossewu! Ein gutes Jahr soll beginnen. Tut alle das Eurige dazu, daß es sich zum Guten gestaltet Bewußtsein bringen, mögen die Schlafenden Ermunterung sein. unentwegter, treuer uns selbst wollen wir Menschentum ringen. zu in Die Verbandsleitung nnnMAM/uWMnnnn^ Das Weltjugendtreffen auf der Freusburg Von Kurt Hirsch, Hamm. 400 junge Menschen aus allen Ländern waren dem Ruf gefolgt, auf der Jugendburg Freusburg im Industrie- und bergwerkreichen Siegerland vom 30. Juli bis 7. August sich zusammenzufinden, um in ernster Aussprache, im Austausch von Erfahrungen die Arbeitsgrundlage für einen Weltbund der Jugend festzustellen, dessen Gründung 1928 in Ommen in Holland erfolgen soll. Aus etwa 100 deutschen Bünden, aus allen politischen und weltanschaulichen Lagern, von der Proletarierjugend bis zu den .lungnationalen, aus etwa 20 verschiedenen Ländern fand man sich, nannte einander Du wie unter Brüdern, kam durch Situationen, die im Augenblick zerrüttend, in der Folge wie läuternde Hammerschläge wirkten, zur Erkenntnis, daß man einander dulden — nein, nicht dulden, daß man einander lieben müsse. Das ist das erste, aber wahrhaft große Ergebnis dieses Treffens, daß der Welt gezeigt wurde, daß junge Menschen anderer Gruppen und Länder bereit und imstande sind, sich brüderlich die Hände zu reichen in der gemeinsamen Aufgabe der Vorbereitung und Errichtung einer besseren, friedlichen Welt. Die Fragestellung, in welcher Weise die Friedenseinheit aller Länder, Völker und Klassen gehemmt, geschädigt und gestört oder gefördert und gestärkt werden kann, schwebte über allen Kontroversen, war. .Ausgangspunkt und Ziel. Die einleitenden Vorträge des Kölner Universitätsprofessors Dr. Paul Honigsheim über „Gegenwartsschicksal und Friedenswille" und Rudolf Küstermeicrs-Freiburg über das Thema: „Was ' die Jugend bis heute verband, was sie heute hemmt, ihr Weg vorwärts" beleuchteten die gegenwärtige Schicksalsstunde der Jugend für die Friedensaufgabe. Ganz klar trat dieser leitende Gedanke aber erst in der intensiven Arbeit des Plenums und der vier Arbeitsgemeinschalten in Erscheinung, in der Arbeitsgemeinschaft t. für Politik, Wirtschafts- und Sozialleben. 2. für Religion und Weltanschauung, 3. für Pädagogik, 4. für Lebensreform und Lebensgestaltur g. In der von Dr. Ludwij OppenheimeT (Berlin), dem Sohn- Franz Oppenheimers, g< leiteten Arbeitsgemeinschaft für Politik, zeigte sich von vornherein ein starkes Bedürfnis nach sachlicher Arbeit, deren Ei gebnis dann auch in vielen Thesen festgehalten werden konnte, die das Verantwortungsgefühl dieser Jugend für die Neugestaltung der Welt ebenso sehr bezeugen wie sie das R ngen der verschiedenen Gruppen widerspiegeln, Nicht immer war es möglich, sozialistische,