Der Jugendbund
- Journal
- Der Jugendbund
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 8 (1.5.1926)
- Date
- 1926-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Tagung des Jüdischen Frauenbundes beginnt am Dienstag, den 8. Juni, abends, mit einem Vortrag über: „Def Wert des Nculralitätsgedankens" (Frau Elfriede Bergel-Gronemann, Berlin). Der Vormittag des 9. Jini bringt unter dem Gesamttilel: ^Organisationsformen jüijpcher Frauenarbeit", Referate uber l rauenvereinsarbei», Arbeit der Schwcstcrnlogen, Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palastina, BunJesarbeit in Ort.-g: uppen, Landes- und Provinzialverbändcn des Jüdischen Frauenbundes. Außer den Arbeits- und Geschäftsberichten .ist feiner ci.-.c Führung durch die jüdische Abteilung der Gesolei Dltjt anschließendem Vortrag über „Hygiene der Juden" (Dr. med. Rothenberger, Gießen) vorgesehen und eine Fachbefsprechung über ..Nachgehende Fürsorge für Anstaltskinder". Der Jüdische Frauenbund wird sich auf seiner Delc gierlep lagung, die vom 8. bis 10. Juni in Düsseldorf stattfinde!, eingehend mit der Frage der ..Nachgehenden Fürsorge für Ansta'.tikinder" befassen. Die tägliche Erfahrung zeigt allen.-die in sozialer und pädagogischer Arbeit stehen, daß die, Jai re nach dem Schulalter schon für die Kinder, die normal in Familien aufwachsen, besondere Schwierigkeiten und Gefallen in sich schließe i. In gesteigertem Maße bestehen diese für seflclte Kinder und Jugcnd'-che, für die mit der Entlassung aus'der Schule auch die Enllassurg aus dem Heim zusammenfallt, das sie bis zu diesem Zeitpunkt betreute. Es gilt daher, ihinen in nachgehender Fürsorge Schutz und Verständnis entgeg« : ingen. Anstalten ur.d Vertreter der oiienen rüro : issen sich zu dieser verantwortungsvollen Aufgabe zitsamn.c-.schließen, die vor allem der .Mitarbeit der Frauen und geei;;;cter jugendlicher Helfer bedarf. In'.eres-r-ntcn an dieser Besprechung werden gebeten, ihre Tc-'t ahme hi* zum 25. Mai an unsre Geschäf1L.iteüe mitzuteilen iP.erlin C. 2, Rosens'raße 2 -1). Der Heine-Bund..! ic vi.sehe Buchgcmeinue. — Berlin V/. 9. Linkstraße 39r ' r u I 1 Mit dem Naracn Heinrich Heine, mit dem Namen d|es;e'iigen Mannas, der wie kein andrer jüdische Geistesart rtiil abendländischer Bi'dur* verband, des Mannes, mit dem («der .'••Je fast verwandt empfindet, mit dem er lacht, in dessen Jra: Msen Formulierungen er gern denkt und dessen riessianische Ge-chichtc von Freiheit, Humanität und sozialer Erlösung er wciler träum! — mit diesem teuren Namen wendet sjch de: ifeinc-Bund nn die jüdische Oeffcn'.Üchkeit und bittet um Unterstützung für seine Bestrebungen. Was er aber will und bietet, ist im folgenden zu lesen. I. Das Ziel. Das Leben und Schaffen der jüdischen Gemeinschaft jüdischer Menschen zugänglich zu machen als Quelle von Wissen, Unterhaltung und Freude. II. D a s P r o g r a m m. 1. Schöne Literatur. Vor allem der große jüdische Roman aus allen Sprachen, Kulturen und Zeiten, — 2. Dokumente jüdischen Lebens. Memoiren, Briefwechsel, Reiseberichte, Kunst und Volksleben der Juden, Bilder von Personen, Ghettowinkeln, vom alten und neuen Palästina u. a. m. — 3. Darstellungen. Geschichte, Kulturgeschichte, Biographien, geistige, politische Strömungen, soziale Umschichtungen, wirtschaftliche Wandlungen. — 4. Prinzipielles. Jede irgendwie geartete Tendenz, sei sie politisch oder religiös, ist dem Programm des Heine-Bundes fremd. Keinerlei Engherzigkeit! Auch Nichtjuden, venn sie Jüdisches würdig behandeln (man denke nur an den „Daniel Dcronda" von George Eliot!), sollen Aufnahme finden. Anderseits wird, unabhängig vom Thema, das gesamte Schaffen derjenigen Dichter jüdischen Blutes herangezogen werden, die, etwa wie Zangwill oder Wassermann, als Volljuden empfunden werden. III. Die Leistungen. 1. Die Abonnementsbände (Jahrerreihe genannt). Jährlich vier Bände von durchschnittlich 320 Seiten, davon zwei belletristischen Inhalts. Billiger Einheitspreis von 3.75 R:-Mk. pro Band. Keinerlei' Nebenkosten! Näheres durch Prospekte. — 2. Die Auswahlbände (Auswahlreihe genannt). An Umfang und Preis verschieden. Werden nur an Abonnenten (Mitglieder genannt) abgegeben. Näheres wird noch bekanntgegeben. — 3. Die Ausstattung entspricht durchaus zeitgemäßen Anforderungen: Gutes holzfreies Papier, klarer Druck, gefälliges Satzbild, solide Ganzlcinenbände usw, — 4. Die Werbeprämien. Jedes i-UWketL/das weitere Mitg.jeder wirbt und die (lnterzcichnelai^WjTfln^erklärungen einschickt, erhält für je drei Beilrittserklärungen einen Band aus der Ai'iwahlreihe als Prämie. — 5. Allgemeines. Dank seines besonderen Aufbaues in wirtschaftlicher und organisatorischer neziciuniÄisl es der: II-B. möglich, seine Bücher zu einem Preise abflachen, der weit unter dem sonst üblichen liegt. Betrachtet man dazu die Qualität der Bücher, die Qualität von Inhalt und Ausstellung, so kann man ohne Uebertreibung sagen: Eür den Betrag von 4 Pfennigen pro Tag kann jedermann in kurzer Zeit eine ansehnliche jüdische Bibliothek haben, die unterhaltend und wertvoll, gefällig und wohlfeil und na!;srz:i mühelos zu erwerben ist. VE I? EINSNACK RICHTEN Mitteilungen des Bezirhsverbandes jüdischer Jugendvereine Westdeutschlands Redaktionsschluß für die nächste Nummer (Be.'irksverbands- ■'.•. ) I! r.m 30. Mai. Wir bittea dringend um pünktliche Ein .eiivW.g der Vcreiosiiacliricbten und Berichte. Jüdischer Jugendvercin, Düsseldorf Iknicfcrif!: LcopoH Vogel, Graf-Adcli-Straßc 75. Heim Oslstr. 50. - ' 5.? I i:r: Frcitagabendi'eier, Teilnahme nur nach Anmeldung 22. 3. 0 L Begrüßungsabend für die Delegierten des Verbände* in der Loge Grafcnberger Allee 78, Teilnahme v. ie oben. 2.. 3. i :id 21. 5.: ''cleiMcilen'.ajfuni N , . a 23 3 8 ','> I hr: I.•-bend; Besprechung der Ergebnisse der Dclegiertentagunjj nach einem Referat von Herbert i e! e.ithal. - 1. 6. Gemeinsamer Besuch der Gesolei. Treffpunkt 8,45 L'hr, i.injane; Golzheimer Plalz. 14. 6. 9 Uhr: Freitagabendfeier. 8< b ">!5 {'hr: Heimabend: Franz Werfcl, Referat Jacoby; Mitwirkung der künstlerischen Arbeitsgemeinschaft. Die Mi. .langen über die Wanderungen hängen im Heim aus oder sind beim Wanderführer Leopold Spiegel zu erfahren. Efberfeld Am 12. Mai fand cia Vortragsabend statt, zu dem ein großer Teil der jüdischen Jugend von Elberfeld und Barmen -eingeladen und erschienen war. Die anwesenden 60 Per;or.cn waren erfreulicherweise größtenteils ganz junge Leute. Aribert de Jonge sprach'über „Ahasv'er in Deutschland oder Dia Seele des jüdischen Dichters iin Deutschland", Der sehr eingehende, aul außerordentlich hohem Niveau stehende Vortrag fand das angespannteste Interesse der Zuhörerschaft, die der durchaus schwieligen Problematik des Themas bis zum Ende mit großer Willigkeit folgte. Es schloß sich eine Besprechung an, deren Ergebnis di«j Gründung einer Arbeitsgemeinschaft über Probleme moderner jüdischer Literatur war; zur Teilnahme meldete sich die stattliche Anzahl von 29 Personen. Der erste Abend der Arbeitsgemeinschaft findet am Mittwoch, den 2 6. Mai, statt. In der Folge j soll die Arbeitsgemeinschaft jeden Mittwochabend stattfinden. Wer von jüdischen jungen Leuten in Elberfeld und Barmen noch keine besondere Einladung erhalten hat und den ernsten Willen hat, dauernd an der Arbeitsgemeinschaft sich tätig zu beteiligen, wird hierdurch zum 2 6. Mai, abends B'A Uhr, in das Lokal der Bergischen Loge in Elberfeld eingeladen. Mit Rücksicht auf die Jüngeren werden d:e Abende jeweils um 10 Uhr schließen. Dr. IL K. Jüdischer Jugendverein, Jülich Anschrift: Berta Souper, Düsseldorfer Straße. 29. 3. 8,30 Uhr. abends: Bericht über die Dejegicr'.entagung in Düsseldorf (Hugo Voß). * Jüdischer Jugendbund Gabriel Riesser, Köln Anschrift: Hans Goldberg, Trajanstr. 25, pari, Tel. Ulrich 2160, Heim Cäcilicnstraße 18 22. Jeden Freilag abend: Feier im Heim. 14 —