Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 11 (1920)
- Issue
- 2 (6.1920)
- Date
- 1920-06-01
- Page
- Seite 53 (sequence 27)
- Language
- German
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63 wärts gekommen sind. Wie überall in den Reihen der jüdischen Jugend Leuij^^ndS, ist auch hier in Mainz ein mächtiges Verlangen nach engstem Zni<»M>n«r^chlud der löblichen Jugend unoertennoar gerve,en. Tie Zahl un>erer Mitglieder ist durch zieibewußles Arbeiten und durch eine unverdroj>ene, zähe Wirdelangteil im lehren Winter von 400 aus brL gestiegen. Von der Ueberzeugung durchdrungen, dag wir alb jüdischer Jugendverein die i«lbjwerjläiidliche Pflicht haben, uns eingehend um dem Milchen Schrl,ttum und nur den Fragen der Gegenwart zu be,a>ien, wurde ein« Anzahl interessanter Vonrqge gehallen, die sich guren Besuches erireulen. Aus der Reihe die>er Referate seien erwähnt: Herr Oberlamor Rußbaum, Wiesbadeik: „Las jüdisch« Volkslied", Herr Fritz Schwarzjchrld, Frant>urr a. M.: .Die iudi,che , Jugendbelvegung", Frauleui Lcluia Pappenheimer, Frantfull a. M., und Frl. Paula Oppenheimer, Mainz: Rezuanon und SUaviervorlräge, Herr Rabbiner Tr. Salzberger, Frant>urt a. M.: „Arnold Zlveig", Herr ztanror I. B. Levy, Franken a. M.: „Ter jüdische Göliesüienst-in seiner gejchichllichen Eniwicklung, Herr Rechtsamvalt^ Tr. sbehr, staljerslauiern: „Das Gebot der Stunde", Herr Proiesjor Tr. Gold st ein, Tariusradl: . „Religiöse Erziehung zur Ehrfurcht". Ferner janden noch LlstusstonS- und Heimabende jlau. Dem überall erronciiden Ruf nach körperlicher Eclüchngung wurde durch häufige Wanderungen auch bei uns Rechnung gerragen. Um einerjeits den hiesigen orrsjremden Mitgliedern Len bestrickenden Zauber jabbat»- licher Fanulienieier und die Erinneruiig an weihevolle, glücklich verlebte. Stunden im Elternhaus ins Gedächtnis zurückzurufen, aber auch um eine ui»zezw>uiig«iie, Herz und Gemüt er,reuende, jröhliche GejelligkEzu pjlegn, haben lmr un Heim des jüdischen Frauenbundes allwöchentlich« Freitagabend-Feiern veraiistaltel, die im Laufe des W-nterS sich steigender Beliebtheit ersreulen. Ten Höhepunkt unserer größeren geselligen Beranstal» tungen bildeten unsere Chanukka- und Puriiiifeier. Auf die treue Mitarbeit. unserer Mitglieder rechnend, hoffen wir, daß unser Verein, wie im vergangenen Wimer, so auch in Zukunft, in aujsteigender Bahn sich weiter entwickeln imrd. dll. L. Meiningen. VA Jahre sind vergangen, seit der Jüdische Jugendbund Meiningen rns Leben gerusen wurde. Ungeheure Schlvierigkeiten mußten überwunden werden, Äanips und Werbearbeit kostete es, bis sein Fortbestehen gesichert war. Heule können wir nun auf ein arbeitsreiches Vereinsieben zurück, blicken. Wir kamen alle 14 Tage, oft sogar wöchentlich zusammen, um un» in jüdischen Dingen zu unterrichten. Von den zahlreichen Vorträgen des Vorj jahres seien nur erwähnt: „Die Stellung der politischen Parteien zum Juden- * tum", „Bert-Hold Auerbach, sein Leben und seine Werke", „Heine und sein ' Verhältnis zum Judentum."