Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 10 (1919)
- Issue
- 6/8 (Oktober/Dezember 1919)
- Date
- 1919-10-01
- Page
- Seite 263 (sequence 103)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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263 ein Mensch. Gs ist zunächst der Antrag gestellt worden, die Dringlichkeit für diesen Antrag anzuerkennen, d. h., daß wir zunächst darüber beraten. Wer dafür ist, daß der Antrag noch auf die Tagesordnung gestellt wird, den bitte ich, die HckNd zu erheben. — Ich bitte um die Gegenprobe. — Das ist abgelehnt. Ich bitte dann Herrn «lohn, daß er dem Vorstand die Sache als Material überweist. Siegbert Cohn-Berlin: Dann mutz dem Vorstand die Sackte als Material überwiesen werden, und ich frage an, ob ich noch einige sonstige kurze Anregungen geben darf. I Vorsitzender Dr. Apfel: Wir können uns nur an die Tagesordnung halten. Wohin soll eine Telegiertenversammlnug führen, wenn jeder am Schluß noch irgendetwas Vorbringen will! (Siegbert Cohn: Etwas Praktisches!) — Wir haben ohnehin so viel Praktisches gehört! Herr Cohn, tun Sie mir den einzigen Gefallen! Wir müssen Zchluß machen. Sie sind doch im Vorstande und können die Sache dort Vorbringen. Vorsitzender I)r. Apfel: Die Tagesordnung ist erledigt. Zusammenfassend darf jd) wohl sagen, daß diese Tagung unserer Bewegung «mm mächtigen Impuls gegeben hat. (Stürmisck)er Beifall). Sie ruht jetzt auf starkem Fundainent und dieses Fundament" ist errichtet worden zwar nach heißen Stürmen, aber aus der sichersten Grundlage, die es gibt: Auf dem Brudergefühl, das uns alle umschlingt. (Stürmischer, sich immer erneuernder Beifall). Ich fordere Sie auf, sich zu erheben und mit mir in den Ruf einzustimmen: Unser lieber Jugendverband, er lebe hoch, hoch, hoch! lDie Versanimlung stimmt begeistert in das Hoch ein). Die Tagung ist geschlossen. . Rechtsanwalt Kaufmann-Mannheim: Meine Damen und Herren,, einen Augenblick noch! Gehen Sie bitte noch nicht auseinander! Ich glaube im Sinne aller zu reden, lvenn ich hiermit unserem verehrten Verbandsvorsitzenden, dem Leiter des wirklich ersprießlichen und anstrengenden Delegiertentages, unseren herzlichsten Dank für die tadellose Art und Weise ausspreche, wie er die Verbandsgeschäfte durch die'Klippen und Fährnisse, die wahrlich in großer Anzahl Vorlagen, hindurchgesteuert hat. Ich möchte es kurz machen und fordere Sie auf: ebenso wie unser Verband, so lebe auch sein Leiter, unser Herr I)r. Apfel hoch, hoch, hoch! (Tie Versammlung stimmt unter lebhaftem Beifall in das dreimalige Hoch ein.) Vorsitzender Dr. Apfel: Auf Wiedersehen! Schluß 9% Uhr. ■