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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-10-01 · 6/8 (Oktober/Dezember 1919) · p. Seite 243

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
6/8 (Oktober/Dezember 1919)
Date
1919-10-01
Page
Seite 243 (sequence 83)
Language
German
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243 rere Richtungen zu vertreten haben. Und wenn die Richtungen auf einem annehmbarer Wege entgegenkommen, dann sollen nicht immer von irgend jemand, der an ganz besonders exponierter Stelle steht, Einwendungen erhqben werden. Wir haben in Herrn Dr. Wolfheim einen ausgesprochenen Vertreter des Zionismus, der selbst.» den.Vorschlag „soll" gemachj hat. Bei ihm kann doch schließlich nicht der'Verdacht bestehen, der jetzt mir und Herrn Rosenthal von Herrn Rechtsanwalt Kahn uMerstellt wurde. Ich wollte das ausdrücklich richtig stellen und bitten, laus diesen Erwägungen für das Wort „soll" zu stimmen. Vorsitzender Dir. Apfel: Es ist ein Antrag auf Schluß der Debatte eingelaufen. •— Herr Dr. Königsberger gegen den Schluß der Debatte. . . Rechtsanwalt , Königsbcrger - Mülheim a. d. Ruhr: Ich muß etwas klarstellen. ^Jch habe mich nur auf den Standpunkt des Antrages gestellt, der der Versammlung Vorgelegen hat. Die Opposition kommt von Elberfeld, und der Opposition haben Sie sich änge» schlossen. Reden Sie sich doch nicht eich daß ich dauernd in Opposition bin. (Anmerkung des Stenographen: Redner ist schwer verständlich, weil er aüs dem hinteren Teile dös Saales spricht.) Es ist auch gar kein Vergnügen, in der Opposition zu sein. Ich möchte auch einmal einen einstimmigen Beschluß herbeigeführt haben. Das sage ich Herrn Rosenthal gegenüber. Ich persönlich stehe auf dem Standpunkte der Kommissionsbeschlüsse, die Sie sonst auch angenommen haben, also auch in dieser Frage. Also lassen Sie diese Persönlichen Bemerkungen hercsus. Vorsitzender E'r. Apfel: Ich konnte leider die Rede von da hinten sehr schlecht verfielen. Ich nehme an, es war eine Rede gegen den Schluß der Debatte I>r. Jsi Kahlix Ich bin für Schluß der Debatte. Die Sache ist so geklärt, daß jeder j weiß, wie er zu stimmen hat. Vorsitzender Ür. Apfel: Wir stimmen über den Schlußantrag ab. Wer ist für Schluß der Debatte? Ich bitte um die Gegenprobe. Ter Schlußantrag ist einstimmig angenommen.. Ich würde enipfehlen, daß wir nun zunächst einmal über unsere Kongreßresolution abstimmen, ohne den Karenzsatz. Ich beantrage für die übrigen l^eile der Resolution Akklamation. Es erhebt sich kein Widerspruch. Ich stelle also fest, daß sich die jüdische Jugend einstimmig für die baldige Einberufung eines Kongresses ausgesprochen hat. (Lebhafter Beifall.) _ Weiter komm m wir zu der Formulierung, die lautet: „Für die' in Deutschland lebenden ausländischen Juden kann eine Karenzzeit festgelegt werden." 1 Wer für diese Formulierung ist, den bitte ich, die Hand zu erheben. — Ich will es noch einmal ganz klar machen. ^Ter^Untcrschied ist der: ein Teil sagt: „kann" festgelegt werden, der andere sagt: „soll" festgelegt werden. Die Kommission hat einstimmig vorgeschlagkn: für ausländische Juden „kann" eine Karenzzeit festgelegt werden. Wer

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