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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-07-01 · 3/5 (Juli/September 1919) · p. Seite 137

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
3/5 (Juli/September 1919)
Date
1919-07-01
Page
Seite 137 (sequence 89)
Language
German
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137 find rein politisch« Organisationen. Das wollen wir ja gerade nicht sein, wir wollen keine politischen Organisationen sein. Von den katholischen Jugendvereinen weiß jedes Kind, daß sie Politik betreiben, daß darin die Zentrumsabgeordneten und Kandidaten gedrillt werden. ^Was wo len wir? Wir wollen unsere gesanite Glaubensgenossenschast in Deutschland, ob das nun Deutsche oder Ausländer sind, auf gemeinschaftlichem Boden sammeln, und der Boden ist so unermeßlich groß i nb so tiefgründig und wertvoll, daß, wenn Sie sich die Mühe geben, ihn kennen zu. lernen, wie er es verdient, über solche Debatten, wie die heutigen, vollständig hinwegkommen. Die Neutralitit muß also erhalten werden. Nun erscheint'die Frage: Ist diese bedroht? Ist sie durch den zweiten Antrag Apfel aufgehoben? Das sie in der ersten Form aufgehoben war, bedarf eigentlich keiner A egründung. Ich bin Jurist und daher „beschränkt vom Verstand"- ich halte mich an den Wortlaut. Für mich ist die zweite Fassung genau dasselbe wie die erste. Ich unterschreibe alles, aber ich bin nicht naiv genug, zu glauben, daß, wenn ein Antrag in 2 Paragraphen zevlegt wird, er etwas anderes ist. Bei uns in Süddeutschland bleibt es genau dasselbe. (Heiterkeit.) Und ich kann nicht sagen, daß Herr Dr. Apfel irgendwie auch nur das geringste Entgegenkommen ju einem Kompromiß gezeigt hat. Er sagt fort-, während: Ich bestehe darauf, daß mein Antrag durchgeht, ob das richtig ist oder nicht. Ja, Herr Dr. Apfel, wenn man sich auf einen Antrag festlegt und sich vorher nicht genügend vergewissert hat, wie die Stimmung im Volke, bei den Untertanen ist (Heiterkeit), dann läuft man Gefahr, vor eine Kabinettsfrage gestellt zu werden,- wenn e» einem gar nicht angenehm ist. Diese Sache hätte in weitestgehendem Maße mit den Verbandsvereinen besprochen werden iniissen. (Sehr richtig!) Ich komme auf etwas, >vas heute schon wiederholt gesagt worden ist. Herr Dr. Apfel hatte die Liebenswürdigkeit, nach Mannheim zu kommen, er hat das mit uns Süddeutschen besprochen, dort hatten wir uns geeinigt. Er sah die Stimmung und sagte, ich ziehe meinen ersten Antrag zurück, und wir haben eine Resolution gefaßt, die hier vorliegt und Dr. Apfel als Material überwiesen werden soll. Dr. Apfel hat seinen ersten Auer hat einen anderen eingebracht, der für mich Lage hat sich nicht geändert, und unsere Stellung geändert. Ich bin mit der strikten Weisung hier-, her gefahren, obwohl ich'mich nicht unter allen Umständen an Weisungen halte, und ch bin bereit, jedes Kompromiß einzugehen auf die gehörig gerüffelt zu werden. Wie gesagt, sind die ganz fanatische Neutralitätsanhänger — trotzdem nur denkbare Kompromiß mit der größten Twnktrag zurückgezogen der gleiche ist. Die hat sich auch nicht Vorschläge machen, nicht durchbrochen vielleicht — mein halten verstößt sie Gefahr hin, dafür badischen Vereine bin ich bereit, jede barkeit anzunehmest, und ich möchte in dieser Beziehung auch nachher Also die Neutralität ist zumindest bedroht, wenn auch durch die zweite Fassung. An sich'könnte man Standpunkt ist das nicht — jagen, vaterländische Gesinnung verstößt nicht gegen die Neutralität. Nach meinem Dafürwohl dagegen, sie ist etwas Politisches, was nicht

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