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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 232

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 232 (sequence 208)
Language
German
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— 232 Vorsitzender Dr. Apfel: Da Herr Meyer, der Referent der Kommission, abreisen muß, bittet er, eine Bemerkung machen zu dürfen. Meyer-Frankfurt a. M.: Meine Damen und Herren, leider gestattet mir die Zeit nicht, länger der Versammlung beizuwohnen. Ich bitte daher um die Ermächtigung, daß Herr Rechtsanwalt Regensburger-Braunschweig oder vielleicht Herr Rechtsanwalt Krombacher mich in der Berichterstattung vertritt. Und dann möchte ich noch einige persönliche Worte an Sie richten. Meine Damen und Herren, der heutige Tag bedeutet für mich ebenfalls, wie es bereits Herr Dr. Apfel gesagt hat, einen Wende- Punkt. Mit dein heutigen Tag scheide ich für meine Person aus dem Vorstande des Verbandes aus, indem mir berufliche uird andere Pflichten zu meineni größten Bedauern eine Weiterarbeit im Vorstände nicht mehr möglich machen. Meine Damen und Herren, auch ich verdanke der jüdischen Jugendbewegung die schönsten Jahre meines Lebens, genau, wie es Herr Dr. Apfel, allerdings in beredteren Worten, zum Ausdruck gebracht hat. Und ich will diese Gelegenheit nicht vorübergehkn lassen, um hier öffentlich zu sagen, daß es mir ein ganz besonderes Vergnügen.war, 10 Jahre lang im Vorstande des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Mitarbeiten zu dürfen. Ich will gleichzeitig damit betonen, daß ich jederzett für die Interessen des Verbandes zu haben sein werde, wenn der Verband mich einnto. benötigen sollte. Ich bitte, ebenfalls auch mich von Seiten des Verbandes im guten Andenken zu behalten. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Dr. Apfel: Das ist der richtige Zeitpunkt, wo wilder aussck^idenden Vorstandsmitglieder gedenken können, und zwar bandelt es sich um Felix Meyer, an dessen Stelle Löffler-Frankfurt vorgeschlagen wird, und Norbert Regensburger-Braunschweig. Die Geschichte der jüdischen Jugendbewegung ist mit diesen NaMen untrennbar verbunden. (Bravo!) Regensburger scheidet nur deshalb aus, weil er beruflich und insbesondere durch sein politisches Mandat als Braunfchveigischer Landtagsabgeordneter allzu stark in Anspruch genommen ist. Tann habe ich namens des gesamten Verbandes einer Dankespflicht, und zwar einer besonders warmen Dankespflicht, zu genügen. Sie wissen, daß der Verband seit Jahren ohne Geschäftsführer arbeitet, daß -die gesamte Arbeit von unseres Sekretärin, Fräulein Claire Finkenstein, geleistet worden ist. (Lebhafter Beifall.) Die einzelnen Vereine wissen, wie sich unser liebes Fräulein Finkenstein für den Verband einsetzt und uns den Geschäftsführer fast vollständig ersetzt. Es ist mir m dieser Stunde, wo die gesamte Vorbereitung der Delegiertentagung allein in ihren Händen lag, ein warmes Herzensbedürfnis, dies wohl in Ihrer aller Namen zum Ausdruck zu bringen. (Lebhafter Beifall.) Meine Damen und Herren, nun müssen wir — eher bekommen Sie keinen Tee und keinen Kuchen (Heiterkeit) — wissen, wie Sie den Vorstand gewählt haben wollen. Es gibt jetzt verschiedene Möglichkeiten. Wenn wir schriftlich abstimmen, dauert, das ja zwei Stunden. (Zuruf: Mindestens!) Ich möchte den Versuch machen.

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