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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 227

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 227 (sequence 203)
Language
German
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227 falls Sie Ihre Resolution wieder aufnehmen mit der Maßgabe, daß Sie nicht nur an die zionistische Organisation, sondern an sämtliche jüdischen Parteiorganisationen, an die liberalen und die orthodoxen, die das Rechkchaben, ebenso behändes zu werden wie die Zionisten — ivenn Sie sich an sämtliche jüdischen Parteiorganisationen^«»:!) Verbände mit der gleichen Bitte wenden wollen, dann würde ich der erste sein, der Ihre Erklärung unterstützt; und ich bedauere es sehr, daß der Herr stellvertretende Vorsitzende, als ich mich vorhin zur Geschäftsordnung meldete, mir das Wort vor dm; Abstimmung nicht erteilt hat"; dann wäre der Versammlung, glaube ich, ein größer Teil der sehr/ ivenig schönen Szenen, die nachher gefolgt sind, erspart geblieben. Also wenn Sie sich über den Wortlaut verständigen wollen, wonach Sie nicht nur den Zionisten, sondern auch den anderen Parteiorganisationen und sonstigen großen Organisationen die gleiche Bitte nnterbreiten wollen, dann unterschreibe ich das auch und ziehe meine Resolution dann zurück. Vorsitzender Dr. Apfel: Ich bin gern bereit — Sie sehen, man. kann sich immer verständigen —, der Anregung tws Herrn Pasch insofern Folge zu leisten, als ich bitte, einstimmig zu beschließen, daß der Vorstand beauftragt wird, an alle Organisationen der verschiedenen Richtungen und Parteien, die sich über ganz Deutschland erstrecken — also nicht an lokale —, heranzutreten mit der Mitteilung, daß, falls sie es selbst aus sachlichem Interesse an der Jugendverbandsarbeit wünschen, ihnen ein Sitz im Vdrstnd des Verbandes auf Grund des 8 3 eingeräumt werde. Ich bin der Ansicht, daß wir jetzt am besten so verfahren, daß wir jetzt über diese neue Sachlage, die durch die genieinschaftliche Erklärung Pasch-Apfel geschaffen ist, diskutieren. (Zuruf: Nein, das geht doch nicht!) l>r. Loeffler (zur Geschäftsordnung): Meine Damen und Herren, ich muß Sie auf Schwierigkeiten aufmerksam machen, die wir uns bereiten werden, wenn wir die Situation nicht ganz klar erfassen. Unser Verband wahrt seine Neutralität, wenn er allen nicht neutralen Organisationen Sitz und Stimme in seinem Vorstand dürch einen Pertreter gewährt. Wenn aber eine der Organisationen das nicht annehmen sollte, dann ist das Bild der Neutralität, das Gleichgewicht, das Neutralität gewährleistet, gestört. Ich kann darum dem Anträge Pasch-Apfel, wie mir auch mein Freund Jsi Kahn sagte, auch in seinem Namen nur dann zustimmen —, oder vielmehr, ich bitte Sie, durch die Abstimmung sich dahin zu äußern, daß wir unsere Neutralität in dem durch Di>„ Apfel und Rechtsanwalt Pasch angedeuteten Sinne nur dann ändern, wenn alle Organisationen, an die die Aufforderung ergeht, bereit sind, sie anzunehmen — alle bereit sind, anzunehmen!' Wenn die eine — sei es die liberale, die konservaftve oder die zionisftsche — ablehnt, dann ist der Fall für den Verband erledigt, und dann bleibt es. T)r. Krombach (zur Geschäftsordnung): Ich mache den Vorschlag, daß wir die Geschäftsordnungsdebatten endlich einmal einstellen. Wenn wir in dieser Weise die' Debatte immer wieder verklausulieren, hin- und herschieben, dann kommen wir überhaupt nicht zu Ende. Wir

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