Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1919-05-01 · 2 (5.1919) · p. Seite 167

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
10 (1919)
Issue
2 (5.1919)
Date
1919-05-01
Page
Seite 167 (sequence 143)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/4926451-6352298-6352427--1689-4927778
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

107 Ehe wir in der Tagesordnung fortfahren, möchte ich noch einige "Punkte vorwegnehmen. Zunächst spreche ich Herrn Landesrabbiner vr. Rieger-Braunfchweig unseren innigen Donk für die Worte auS, die er gestern bei der Trauerfeier gesprochen hat. (Bravo I) Die tiefgefühlte Rede unseres Freundes Rieger. die ja für ihr allerdings in diesem Faste besondere Herzenssache war, hat unserer Tagung von vornherein Würde und Weihe gegeben. (Lebhafter Beifall.) Dann ist es mir weiter eine Herzenspflicht, dem Herrn Oberkantor Wilhelm Friedmann-Berlin für seine bereitwillige Mithilfe und für die Verschönerung unserer Trauerfeier duch seinen Gesang unseren aufrichtigen Dank auszusprechen. (Lebhafter Beifall.) Ich benutze weiter die Gelegenheit, um der hochwürdigen Großloge für Deutschland und den vier Berliner Logen, die uns dieses Haus und diese Räume in liebenswürdiger Weise zur Verfügung gestellt haben, unseren allerherzlichsten Dank auszusprechen. (Lebafter Beifall.) Den Mitgliedern derjenigen Kommissionen, die der Berliner Jugendbund zur Vorbereitung der Tagung eingesetzt hat, spreche ich unseren ganz besonderen Dank für die ausgezeichnete Durchführung und Vorbereitung dieser Tagung aus, mit der eine Unsumme Arbeit verknüpft war. (Lebhafter allseitiger Beifall.) In dieser Stunde, verehrte Freunde, müssen wir eines Mannes gedenken, der während der Berichtjahre verstorben ist, und zwar ist es Siegfried Brünn. Was Siegfried Brünn für uns gewesen ist, das brauche ich in diesem Augenblick Ihnen nicht zu sagen. Der Umstand, daß wir hier heute tagen können, daß der Verband erhalten geblieben und gefördert worden 'ist — diese Tatsache verdanken 'wir mit in allererster Linie Siegfried Brünn. (Die Anwesenden erheben sich von den Plätzen.) Siegfried Brünn war kein Mann, der unS geschmeichelt hat. Siegfried Brünn war ein Mann, der unS fast täglich in seiner impulsiven jugendlichen Art, denn er war der Jugendlichsten einer, die Wahrheit gesagt hat; er stand wie ein ewiger Mahner und Prediger hinter uns; und wenn kleinliche Sorgen und Zwistigkeiten uns bedrückten, dann war> er derjenige, der uns immer und immer wieder auf den Ernst und auf die Größe unserer Aufgabe aufmerksam gemacht hat. Es ist mir eine besondere Freude, festzustellen, daß sein« hochverehrte Witwe bereits feit gestern vormittag ununterbrochen der Tagung beiwohnt. Möge ihr dies eine schöne Stunde der Erinnerung an ihren verewigten Gatten fein. Nun wieder zu den nüchternen TagesgeschästenI Ein Antrag von Fräulein. Alice Hirsch-Magdeburg bittet um weitgehendste Berücksichtigung der weiblichen Mitglieder bei der Neuwahl des Vorstandes und beantragt die Zuwahl einer Dame in die Kommission zur Vorbereitung für die Wahlen.. Ich bin der Ansicht, daß wir diesem Antrag durch Akklamation zustimmen können, und möchte empfehlen, daß wir eine Dame, die mit dem BerbandSwesen besonders vertraut ist, hinzuwählen, und zwar dringe ich in Vorschlag Frl. Dina Meyer-Düsseldorf. (Zuruf: Ist ja

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.