Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 9 (1918)
- Issue
- 1 (28.2.1918)
- Date
- 1918-02-28
- Page
- Seite 30 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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: — ,:J0 —- uns die » Verba nds-Mittcilutrgen", die Zeitschrift de? Zcntralvcreins, sowie die K.-C.-BIätter. Artikel aus den Tageszeitungen die sick, mit de: Ostjuden frage, dem Zionismus usw. befaßten, gaben Veranlassung zu regen Diskussionen. Auch von unseren Mitgliedern aus'dem Felde wurde « wir mit Artikeln über Land und Leute in Ost und West verleben. Selbst die beißen Sommermonate brachten zum ersten Male keine Stilllegung im Vcrcinslcbcn. ■ Das offizielle Winterprogramm wurde dutcki einen Vortrag unseres Ehrenmitgliedes Herrn Rabbiner l)r. T a w r o g i. Tbema: „M ent e l s- ,»hn und Le s sing" eröffnet. Zum besseren Verständnis ging inesem Vortrag die Verlesung von Lcssings Erstlingswerk -Die Juden" vor,ms. Zur Ehrung des großen jüdischen Historikers »Graetz" macüle uns Herr l»r. Tawrogi mit dessen Werken bekannt und knüpfte daran einige persönliche Erinnerungen an ihn und seinen Lehrer Israel Levh. ' In liebenswürdiger Weise stellte Herr Kranenberger. Main. , sein Wissen in den Dienst des Vereins und hielt einen Vortrag: ..Die Iuderr- 'rage und die Stellung der deutschen Presse zu d i n s c rn Problem." ' Die alljährliche Ehanukkahseier müßte wegen Rauminaugei ge.nlnii begrenzt abgehaltcn werden. Die Verwundeten der hiesigen Lazarette vareü unsere Gäste. Unsere Mitglieder ließen es sich nickt nehmen, ihr! Backechtcj Licht Dartunst — siebe Kochbuch — »Man nimmt, sofern man bat —!" i zu rücken. Es schmeckte vorzüglich; el'enso wurden alle unterhaltenden rietungen mir Freuden ausgenommen. Unser Mitglied, Herr Lehrerstback : ach. hielt eine stimmungsvolle Festansprache, die auf die religiöse Bedeutung »vs Abends hinwies. Unsere Feldgrauen wurden zum vierten Male mir ^hanutkah-Paketckcn bedacht; den Schwerverwundcten der diesigen Lazarette oiachten einige unserer jungen Damen Liebesgaben. |' Wir wandcrtcn fleißig; alle vierzebn Tage war ein Ausflug festgesetzt, dessen Ankündigung wegen Ersparnis von- Drägerlab» imb Papier ist »er Slinagoge angeickilagcn war. Am 22. Dezember 1917 verschied unser Vorstandsmitglied i Herr Älbert ZNosentbal.! Wir vertieren in dem Verstorbenen einen Main; mir reichen Geistestgaben. von warmherziger Gesinnung, der unserem Verein Nets ein treuer Anhänger und Förderer war. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Jüdischer Jugendverein„MosesrNendelssobn"Ure»zznach. F. A.: Der Borstand. '!