Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 6/7 (1916)
- Issue
- 2 (15.8.1916)
- Date
- 1916-08-15
- Page
- Seite 61 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Krjegstagung deswestdeutschlin u.bes RIjeinird^TDeftfälifcibenBezirksDerbanbes Der jüdischen Jugenboereine in Düffelborf am 22. Oktober 1916. Es ist das e:fte Mal, daß in dieser Kriegszeit die Freunde unserer' Sache zu einer größeren Tagung zusammcntisetcn werden. Aus un> serer Kriegsarbcit heraus ist das Bedürfnis! zu einer solchen Zu-' sammenkunst en tstanden. Völlig veränderte Verhältnisse "sind an uns herangetreten; eK galt, ihnen Rechnung zu tragen. Reue, schwere Ausgaben waren zu bewältigen. Und obwohl die gewaltige Gegenwart alle unsere.Kräfte in Anspruch nahm, mußte sich unser Blick in dieser Zeit mehr deUn je in die Zukunft richten. Nur gemeinsame Arbeit, nur das Hiuwirken aller aus das Endziel sichert den iErfolg. Einigkeit und G e m e i n s ch a s t hi ch - k e i t. unter diesen Leitworten möge die Arbeit unserer Kriegstagung stehen. Wir wollen unsere Erfahrungen, die wir in diesen Tagen gemacht haben, anstauschen und uns so gegenseitig Anregung zu üeuer Tätigkeit geben.' Ueber die Gegenwart wollen wir sprechen, aber! auch über die Zukunft. Nicht auf ein festes Programm wollen wir uns festkegen, sondem es sollen Richtlinien gegeben werden, durch deren Befolgung die Gegenwartsarbeit uns für die Zukunftsarbeit stählen wird. Vor allen aber wollen wir die, die noch nicht die Bedeutung unserer Kriegsarbeit erkannt haben, von ihrer Notwendigkeit überzeugen. Es ist eiy Zeichen unserer Kraft, daß wir in dieser Zeit unsere Mitglieder zu ejiner Tagung ausrufen können. So soll denn auch die Zusammenkunft eine Kundgebung sein für unsere Sache, die heute ihre schwerste ißrobe bestanden und deren Idee sich in den großen Tagen des Vaterlandes erneuert hat. i Darum richten wir den dringenden Mahnruf an unsere Mitglieder und Freunde, sich am 22. Oktober in Düsseldorf einzufinden. Für die Vereine, die gearbeitet haben, ist es eine selbstverständliche Pflicht, so zahlrieich wie möglich zu erscheinen. Unser Ruf ergeht aber auch an die Mitglieder der Vereine, die ihre Tätigkeit eingestellt haben. Auch sie müssen kommen, damit auch sie in Zukunft sich an unserer Arbeit beteiligen können. 1 Wir rechnen aber auch auf das Erscheinen unserer Verbastdsbrüder und -schwestern aus den übrigen Bezirken. Nur wenn sie alle konlmen, wird das Ziel unserer Tagung erreicht werden: Einigkeit und Gemeinschaftlichkeit in der Arbeit der jüdischen Jugendbewegung heut: und in der Zukunft.