Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Journal
- Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
- Volume
- 5 (1914)
- Issue
- 4 (1.4.1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- Seite 121 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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— 121 — Ris unseren Vereinen. Ärotoschiu. Ter Irdische Augendbund biilsaltet auch in diesem Winter eine rege, segensreiche Tätigkeit. .Tie regelmäßigen Titzungen werden erfreulicherweise s»t besucht und sind den Mitgliedern so ans Herz gewachsen, das; sic heute ein Bedürfnis für die große! Mehrheit der'Mitglieder geworden sind, 'ui cd er Titzung wird ein Vortrag gehalten, au de» sich iiicisr lebhafte Diskus >on anknüpst. Es folgen hie geschäftlichen Beratungen und ein literarisch-unterhaltender Teij. Ais diesem fanden bisher folgende Vortrüge stall: :>! a b b i » c r li o b n : „T ie Ritualmordbeschuldigungen alter und neuer Feil"; Rechtsanwalt. A'othmann: ,,Tic ü a tz c n c l l e n - Fräulein F r i d a kurnbewegung" jüdische b o g e n T t l a r e k: „Moses Me Heitre"; Fräulein 6! r c t von Hameln". Außerdei literarische Äeucrschcinun literarisch-unterhaltenden u. a. von Josefa Reh, er Telegici lentag in »delssohn"; e I Fräulein;W argarehh a Frankfurt a. M.": Fräulein E r >i a Le iv i n : „Heinrich Wiener: „Tie Denkwürdigkeiten der Glückele wurden Berichte über die „Mitteilungen", über lsgen und über jüdische Tagessrageib. gegeben. Ain keil würden ernste und heitere. Ttücke gelesen, Üieuter. Poretz, ncujüdische sTichtungen und Erzälslunge», Talomon Maimon. Außerordentlichen Beifall und regste Teilnahme haben die dramatischen Lescabende gesunden, die unter Leitung des Herrn Hauptlehrer Margolius allwöchentlich stattfinden. Es wurden bisher gelesen: Uriel Azosta von Gutzkow, Judith und Hcrodes und Mariamne voll Hebbel. Tic Werke werten von den Mitgliedern.mit verteilten Rollen gelesen und durch erläuternde Bemerkungen und zusammenhängende Vorträge des Leiters begleitet. daneben findet eine Vortragsreihe, über die neuere l>nd neueste jüdische Geschichte durch Herrn Rabbiner Eohn gatt^— Für-die Pflege des üürpcrs sind auch regelmäßige Turnabende eingerichtet, die unter Leitung eines turnkundigen Mitgliedes sich einer großen Beliebtheit erfreuen. — Ende Tezcmber sank das ivöhlgelungene Ehannka-Feft statt, das einen überaus befriedigenden und harmonischen Verlaus nahm. — Neuerdiirgs bat Eijtr Verein auch die Proiaganda nach außen beschlossen und erstrebt die Be? gründung von Vereinen in den Rachbarslädten, in denen bisher Augcndvereine noch nicht bestehen. — Alles in allem dürfen tvir mit unserer Arbeit zufrieden sein, wenn wii auch danach üreben wollen, nicht stillezusrehen, sonl dcrn unsere Tätigkeit noch mehr zu vervollkommnepl. <l. Erfurt. Das l 0. 2 t i f t u n g s f e st des jüdischen Auge n dvereins vereinigte zahlreiche Teilnehmer am Sonntag, den lö. März, zu einer weihevollen freier, der am Sonnabend ein künstlerisch veranstaltetes .Üonzert vorausgegangcn war. Eingcleilct wurde der Festakt durch einen stimmungsvollen Prolog und die große Arie aus «Dias", vorgetragen vbn zwei Erfurter Damen. Ter Eröffnungsrede des 'Vorsitzenden, Herrn T>r. Wolsheim, aus der so deutlich ivarmes Interesse und Hingabe für' die' Lache sprachen, folgte eine Ansprache des Begründers des Vereins, Httru ■ l>r. Grünewald, der anläßlich dieses' Tages zum Ehrenmitglied ernannt - wurde. Es brachten sodann der Vertreter des Mitteldeutschen Bezirksverbandcs und die Delegierten der verschiedenen Vereine ihre Glückwünsche dar. Fräulein Eora Berliner sprach die Gratulation des Verbandes