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Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands · 1914-03-01 · 3 (1.3.1914) · p. Seite 84

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Journal
Mitteilungen des Verbandes der Jüdischen Jugendvereine Deutschlands
Volume
5 (1914)
Issue
3 (1.3.1914)
Date
1914-03-01
Page
Seite 84 (sequence 20)
Language
German
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84 Tahrt gibt ihn heraus, er erscheint inonatlich und er kästet das ganze Fahr hindurch 1 Mark.; Seit dem Jnmiöt dient er der Pflege der weiblichen Fugend genau so chie der männlichen. Die fortlaufende Lektüre wird unfern Vorstandsmitgliedjern die Möglichkeit ständiger Lrientiergug gehen, die notwendig ist, um unsere Arbeit b c w st ß r anzuordnen. Das aber dient in gleicher Weife unseren jüdischen wie ustseren allgemein erzieherischen 'Ausgaben. C. B. Citeratur Alte und neue Jubeit erscheinen nach wie vor in der Literatur. Simson und andere biblische Heroen haben moderne Dramatiker (bemerkenswert ist das Simson-Drama Wedekinds) gefunden, aus den grötzten Bühnen spielt man noch immer das Stück des dänischen Fudcn Nathansen ..Hinter Mauern"; von Georg Herrmann erlebte die dramatische Ueberarbeitung seines bekannten Romans „Kettchen Gebert" einen recht guten Erfolg. Fn der Prosa ist eine Reihe neuer Bücher aufgelegt worden. Do hat der Verlag K a u f s in a n n * Frankfurt zwei äußerst gediegene Saminelichriften „Für die Fugend" von Guth und „Bausteine" ,von Rothschild herausgegeben, die eine >o reichhaltige Auswahl - hübscher Geschichten. Gedichte usw. umfassen, daß ich diese Bücher sogar als Lesebuch für jüdische Volksschulen verwandt wisserr möchte. Vielleicht entschließt sich auf diese Anregung hin ein Lehrer, diese Bücher an seiner Schule einzuführen. Deine Schüler werden ihm sicher dafür dankbar sein, wenn an die Stelle vieler alberner Lesebücher ein Werk tritt, das durch die Gediegenheit der einzelnen Erzählungen usw. sowohl die die historischen, wie die jüdischen, und Inst not least auch die stilistischen .Kenntnisse des Lernenden zu erweitern imstande ist. Der jüdische Verlag iBerlin> hat in einer Sammlung „Vom alten Stamme" einige Uebersebungen Mathias A ch c r s aus dem Jiddischen herausgcgeben und zwar von Jchalom Asch: „Fm Lande der Väter", von Dch. Gorelik: „Die liehe Provinz", von Pr.ez: „Volkstümliche Erzählungen" und von .Scho le m A leich em: „Die verlogene Schlacht". Die Bücher sind im allgemeinen sowohl, in der Ausstattung, im Preis und fast möchte ich sagen, inhaltlich ziemlich anspruchslos gehaltest. Zum Teil finden sich bei den vielen Lesern sicherlich bekannten Autoren entzückende kleine Geschickten. Asch z. B. ist ein Meister der Feder, der leider sich weder die Ruhe noch die Mühe nimmt, sein Talent richtig auszunutzen. Man merkt ihm an, daß er unter die Vielschreiber gegangen ist. .Gleichwohl empiindct man die literarische Note jedes Einzelnen dev Autoren aus den Skizzen. Eine besondere Empfehlung eines der Bücher ist nicht Möglich, da sich wohl jeder der Leser für einen anderen unserer modernen den ivird. Ein entzückendes Novellenbändchcn hat uns gar in seinem „Higb" >Alb. Langen. München! besch> halt der Sammlung, Nock das übrige Schassest des Künstlers verraten, ob Polgar in irgend welchen Beziehungen zur jüdischen Gemeinschaft steht. Seine Novelle „Hiob" behandelt xincn eckt russischen Vorwurf. Das letztere gilt auch von dem Drama Schalom A s ch s : „Der Bund der Schwachen" (S. Fischer. Berlin), dessen Ausführung uns demnächst ocvorstcht. Vielfach gewürdigt wurden die Epzählungcjn und Stimmungen von Rabb. Or. Wilh- Münz, die sich in dessen „Einsames Land" >Kauffman», Frankfurt) vorfinden und die wir nur in zweiter Auflage antreffen. Fe nach dem Geschmack werden wenig verwöhnte Lese: auf folg.ende Neuerscheinungen zurückgreifen: Kopi „Joel Gern" (ebenfalls bei Kaufrmann, Frankfurts F. Herzberg „Ringende Gewalten", „Dr. Mischpoche-Reut- Eddischisten cnischciauch Alired P o l - rt. Weder der Fntsprechenden jungen

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